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Neverwinter Nights: Review

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Hör mal wer da hämmert !

In der uns vorliegenden deutschen Version des Spiels wurden fast alle Sprachsamples ins Deutsche übersetzt. Allerdings kann man bei einigen Hintergrundsounds in Spelunken oder in der Stadt leises englisches Gemurmel hören und einige Texte in den späteren Kapiteln wurden entweder schlecht oder sogar gar nicht übersetzt. Dennoch sorgen Sprüche wie ein deutliches "Gebt mir noch ein Bier!" oder "Noch einen davon und ich bin voll!" in den Wirtschaften für eine gelungene Atmosphäre. Euer Gefährte ist leider nicht sehr sprachbegabt. So ging uns unser Dieb während der Testphase mit seinem ewigen "Ach! Das krieg´ ich schnell auf.. schwupps schon erledigt" nach einer Weile doch ein klein wenig auf den Geist und wir haben die Meldungen der Charaktere schliesslich in den Optionen abgeschaltet. Die orchestrale Musikuntermalung der Schauplätze und Kämpfe entschädigt aber für die Fehler und sorgt für eine wunderbare Stimmung.

Bevor ihr euch mit eurem Held um die Rettung der Stadt Niewinter kümmert, ist natürlich die obligatorische Heldenerschaffung von grosser Bedeutung. Die dritte Ausgabe der Dungeons & Dragons - Regeln setzt euch bei der Erstellung und Entwicklung eurer Schützlinge kaum Grenzen auf. Nach der Wahl der Rasse, des Geschlechts und der Klasse des Helden, bzw. der Heldin ist es jetzt notwendig, sich mit den Talenten zu beschäftigen. Hat euer Charakter blitzschnelle Reflexe? Ist er magisch besonders im Kampf begabt? Oder ist er in der Lage mit einem gewaltigem Schlag seine Gegner auf den Boden zu schicken? Je nach gewählter Klasse stehen euch unterschiedliche Talente zu Verfügung, die ihr bei einem Stufenaufstieg weiter ausbauen und zusätzliche Talente hinzunehmen könnt. Auf Wunsch hilft euch der PC bei der Punkteverteilung, doch wer Spass an Rollenspielen hat, wird auf diese Option zumeist verzichten, denn gerade die Charakterentwicklung macht einen grossen Reiz dieser Spielart aus.

Die Steuerung eurer Charaktere gestaltet sich denkbar einfach. Mit der Maus markiert ihr die Stelle, zu der euer tapferer Recke laufen oder gehen soll. Die dreh- und zoombare Perspektive verschafft, ähnlich wie schon im Konkurrenzprodukt Dungeon Siege, einen guten Überblick. Gefundene Gegenstände legt ihr in euer Inventar ab, dessen Grösse alle Diablo-II-Liebhaber vor Neid erblassen lässt. Eine einblendbare Karte und ein kleiner Kompass helfen euch, die Orientierung zu behalten. Wichtige Punkte sind bereits auf der Karte vermerkt, wenn gewünscht könnt ihr euch weitere Orte mittels einer "Stecknadel" markieren. Negativ aufgefallen ist uns die schlechte Wegfindung der Charaktere. Viel zu häufig kommt es vor, dass ihr mit euren Recken wenig heldenhaft an einer Tischkante, einer Tür oder Dungeonecke hängen bleibt. Dagegen ist das In-Game-Menu, nach kurzer Einarbeitungszeit, sehr einfach zu bedienen. Wir haben uns spontan an das Interface aus Planescape Torment erinnert gefühlt, was beileibe nicht negativ ist, da die Handhabung übersichtlich und komfortabel ist.





In den zahlreichen Gesprächen mit NPCs habt ihr stets die Möglichkeit aus mehreren Antworten oder Fragestellungen auszuwählen. Die Einleitung der Gespräche wurde vertont, der Rest der Konversation läuft im schriftlichen Modus ab. Doch auch wenn es in einigen Quests notwendig ist, sich mit möglichst vielen Leuten zu unterhalten, so hilft euch Smalltalk gegen die Monster in

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nicht viel weiter. In zahlreichen Kämpfen könnt ihr euer Geschick im Umgang mit Waffen und Zaubersprüchen beweisen. Mit der Space-Taste lässt sich dabei das Geschehen jederzeit pausieren. So könnt ihr eure nächsten Schritte bereits im Voraus planen und in Ruhe eine Taktik für den bevorstehenden Kampf austüfteln. Dabei macht die KI eurer Gegner eine durchwachsene Figur, dennoch sind viele der Kämpfe wenig abwechslungsreich, da sich eure Feinde zunächst grundsätzlich planlos auf euch stürzen. Erst in den späteren Kapiteln ist bedachteres Vorgehen ratsam, in den ersten Stunden ist das Ableben eures Recken im normalen Schwierigkeitsgrad eher eine Seltenheit.

Editor leicht gemacht

Der beiliegende Editor ermöglicht es euch, mit wenig Aufwand und vor allem auch bei geringer Einarbeitungszeit, eigene Level und Mods zu erstellen, die ihr oder eure Freunde dann durchspielen könnt. Wer Lust hat, kann auch in einem Online-Spiel die Rolle des "Dungeon-Master" übernehmen und aktiv das Spielgeschehen beeinflussen, ganz wie in einem echten Pen-and-Paper-Rollenspiel. Die Spielergruppe kommt zu schnell durch den Dungeon-Bereich? Kein Problem, schnell drei starke Trolle hinzugefügt und beobachten, wie sich die Spieler verhalten; durchaus ein Spass für Sadisten und solche, die es werden wollen. Bis zu 64 Spieler können die Hauptkampagne nochmals im Multiplayermodus durchspielen, allerdings laufen die von GameSpy angebotenen Server noch nicht wirklich stabil.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 10:58
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