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Nostradamus - Die letzte Prophezeiung: Review

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Mordkomplott oder übernatürliche Geschehnisse im Frankreich des 16. Jahrhunderts? Am königlichen Hofe forscht ihr nach - mit der Unterstützung des Wahrsagers Nostradamus.

Mit dem grössten Wahrsager der Geschichte ist noch lang nicht Schluss: Heute noch grübeln Astrologen über die einstigen Weissagungen des Mannes nach, der schon oft Recht hatte, aber längst nicht immer. Zwischen all den Büchern über den Wahrsager bleibt natürlich auch immer noch Platz für ein Computerspiel, das ihn zum Thema macht. Die Entwickler von The Secrets of Da Vinci, Kheops Studios, sind mal wieder in die Vergangenheit gereist und haben ein weiteres Adventure aus dem Zauberhut geholt. In Nostradamus - Die letzte Prophezeiung geht's am königlichen Hofe im Frankreich des 16. Jahrhunderts rund. Also nicht bloss auf den Umlaufbahnen von Planeten, sondern real und tatsächlich auf der Erde.

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Die königliche Majestät höchstpersönlich drängt Nostradamus dazu, über seine eigenen Weissagungen nachzudenken. Denn es ist ein angeblich von Nostradamus verfasster Vierzeiler, der zwölf Todesfälle prophezeit. Als die ersten Menschen am königlichen Hofe umkippen, wird schnell klar, dass nicht unbedingt nur die Pest oder tragische Unfälle dafür die Ursachen sind.

In der Rolle von Madeleine, Nostradamus' Tochter, untersucht ihr die Mordserie in einem abgeschiedenen dörflichen Gebiet und innerhalb der Schlossmauern. Und wechselt dabei auch schon mal scheinbar das Geschlecht. Denn eigentlich hat Nostradamus der Königin versprochen, seinen ehrvollen Sohn César auf den Fall anzusetzen. Da der aber abkömmlich ist, das männliche Geschlecht zu jener Zeit jedoch mehr geachtet wird als das weibliche, verkleidet ihr Madeleine als César. Das Gute daran: Während des Spielverlaufs könnt ihr die Verkleidung ablegen und als hübsches Mädel an Informationen gelangen, die César sonst verborgen blieben. Clever.

Was die grafische Präsentation des Spiels angeht, darf man geteilter Meinung sein. Unbestreitbar, dass die Architektur, das Mobiliar und die Umgebung ganz allgemein ins rechte Licht gerückt worden sind. Wenn ihr in den Räumlichkeiten Bereiche nach klickbaren oder einsteckbaren Gegenständen absucht und intensives Sonnenlicht das Areal weich und warm zeichnet, dann wirkt alles sehr authentisch gestaltet. Zwar sind keine freien Laufbewegungen möglich, ihr klickt euch also jeweils sprunghaft von Punkt A zu Punkt B, dafür ist an jedem Ort ein kompletter Rundumblick mit der Maus durchführbar. Das aber auch nur bei einer maximalen Bildauflösung von 1024 x 768. Auch bei relativ geringer PC-Leistung ist damit also noch ein butterweicher Bildlauf möglich.

Schade nur, dass auf eine lebhafte Welt verzichtet werden muss. Die Personen, mit denen ihr die ziemlich geradlinig aufgebauten Dialoge führt, sind spärlich gesät. Und mit ebenso minimalem Aufwand grafisch animiert. Klar, am königlichen Hofe war man einst wohl etwas steifer. Trotzdem kann es nicht sein, dass kein Lüftchen die Bäume und Sträucher zum Schunkeln animiert, Wolken starr im Himmel hängen und allenfalls mal ein paar Vögelchen darauf hinweisen, dass wohl doch noch keine Atombombentests im 16. Jahrhundert stattgefunden haben.

Nostradamus - Die letzte Prophezeiung
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Thomas Richter

Nostradamus---Die-letzte-Prophezeiung


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Thomas Richter am 04 Dez 2007 @ 09:28
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