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Nuclear Dawn: Review

  Personal Computer 

2006 kündigten einige ambitionierte Hobbyprogrammierer eine Mod für Valves Source-Engine an. Mit Nuclear Dawn wollten sie Echtzeitstrategie und Ego-Shooter miteinander verbinden. Fünf Jahre später ist aus der Mod ein kommerzielles Produkt geworden. Stimmt die Mischung?

Um auch nur den Ansatz einer Story in Nuclear Dawn zu finden, muss man in der dünnen Anleitung nachschauen. Ein einzelner Absatz erzählt vom Krieg zweier Fraktionen, dem Konsortium und dem Imperium, welche in einer nicht näher definierten Zukunft in einer durch Nanostürme (was auch immer das sein soll) verwüsteten Welt um die letzten Ressourcen kämpfen.

Eine Solokampagne sucht man im Hauptmenü vergeblich, und ein "Tutorial" genannter Punkt führt nicht etwa zu einem Trainingsmodus mit Bots, sondern nur zu vier Videos, die einem recht kurz angebunden das Spiel erklären. So ist man gezwungen, direkt in den Mehrspielermodus einzusteigen, und da gilt: friss oder stirb! In den ersten paar Stunden ist natürlich erst mal eher stirb, als friss angesagt, aber man fuchst sich rein und dann fängt Nuclear Dawn auch an, richtig Spass zu machen.



Befiehl, wir folgen (vielleicht)

Das Spiel kann dabei auf zweierlei Art gespielt werden. Ein Spieler der jeweiligen Mannschaft übernimmt dabei den Part des Kommandeurs, welcher das Spiel aus einer Strategie-Vogelperspektive steuert (dazu später mehr). Alle anderen stürzen sich derweil in Ego-Shooter-Manier direkt ins Geschehen. Es stehen dabei vier Klassen zur Auswahl, die alle ihre Vor- und Nachteile sowie spezifische Spezialfähigkeiten haben. Da gibt es den klassischen Allround-Frontsoldaten Assault, den schwer gepanzerten, aber auch langsamen Exo mit seinen starken Waffen, den Aufklärer, welcher sich unsichtbar machen kann, aber nur leicht gepanzert ist und mit der Thermalsicht des Assaults gesehen werden kann - und zu guter Letzt noch den Supporter, der etwa Gebäude reparieren und zerstören oder Medipacks an angeschlagene Mitspieler verteilen kann.

Jede Klasse kann sich individuell spezialisieren. Der Assault kann etwa wählen, ob er lieber mit einem Sturmgewehr, einer Sniper Rifle oder einem Granatwerfer losziehen will. Im Laufe des Spiels sammelt man durch erfolgreiche Aktionen Erfahrungspunkte, mit denen man im Rang aufsteigt und so nach und nach immer bessere Upgrades für seine Waffen, etwa stärkere Munition oder grössere Kapazität der Magazine, freischalten kann.

Die goldene Mitte

Nuclear Dawn hat zwei Spielmodi: Kriegskunst und Team Deathmatch. Letzterer erklärt sich von selbst und im Prinzip kann man den gleich wieder vergessen, weil der auf den wenigen verfügbaren Servern eh nie gespielt wird. Bei Kriegskunst indes geht es darum, die quer über die insgesamt sechs Karten verteilten Ressourcenpunkte zu erobern und nach Möglichkeit zu halten. Sämtliche Umgebungen sind entweder verwinkelt angelegte Stadtgebiete oder Fabrikanlagen und bieten mal dem einen, mal dem anderen Team leichte Vorteile. Es gibt kleine und mittelgrosse Ressourcenpunkt - und in der Mitte der Karte einen primären, der am meisten bringt, aber auch mindestens zwei Spieler benötigt, um eingenommen zu werden. Zum Einnehmen muss man in der Nähe bleiben, bis sich eine Anzeige entsprechend aufgefüllt hat. Klingt einfach, aber natürlich entbrennen besonders um die Mitte stets erbitterte Gefechte. Wer sie in Besitz hat, hat meistens schon fast den Sieg in der Tasche, solange der Kommandeur nicht grade eine absolute Niete ist.

Nuclear Dawn
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Alexander Boedeker

Alexander Boedeker am 15 Nov 2011 @ 09:54
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