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Obscure II: Review

  Personal Computer 

Spiele in der Resident Evil-Machart sind auf dem PC selten, erscheinen meist erst Monate nach dem Konsolen-Release und werden dann nicht mal an aktuelle Hardware-Gegebenheiten angepasst. Nicht so Obscure II, der Nachfolger des Campus-Horror-Games. Der wurde nämlich zeitgleich für PlayStation 2 und Windows-Rechner entwickelt. Wir haben uns ins Gruselabenteuer gestürzt.

Vegetarier leben gefährlich

Von wegen Vegetarier leben gesund. In Obscure II treibt eine mutierte Giftpflanze ihr Unwesen, die ahnungslose Studenten an einer amerikanischen Universität in blutrünstige, grausam entstellte Bestien verwandelt. Seltsamerweise scheinen besonders Menschen mit Hang zum Drogenkonsum und hemmungslosen, ungeschützten Sex von der Seuche befallen zu werden. Eine solch lächerliche Hintergrundgeschichte sieht man selten. Dafür ist sie aber ordentlich umgesetzt worden, erinnert ein wenig an Teenie-Horrorfilme aus Hollywood.

Ihr schlüpft in die Haut diverser Studenten, die sich jeweils durch einzigartige Fähigkeiten auszeichnen und in Zweierteams unterteilt sind. So kann Kenny etwa schwere Objekte verschieben, während Mei sich mit dem Hacken von Türschlössern bestens auskennt. Corey ist der Fassadenkletterer der Clique, und Amy ist Expertin im Lösen von Puzzles und Entdecken von versteckten Hinweisen. Eine hervorragende Grundlage also für ein rätselbespicktes Leveldesign - und das wussten die Entwickler auch zu nutzen.

An PlayStation 2 orientiert

Um beispielsweise eine Geheimtür zu öffnen, müsst ihr mit Kenny ein paar mit Symbolen versehene Schränke positionieren. Wie genau, tüftelt ihr vorher mit Amy aus, indem ihr einige Papierschnipsel zusammenfügt. Oft werdet ihr dabei total unerwartet von Gegnern überrumpelt oder müsst ein Rätsel unter Zeitdruck lösen. Der andere Charakter steht zwar nicht untätig herum, sondern wird vom Computer gesteuert und wehrt sich. Doch kann er meist nicht verhindern, dass euer momentanes Alter Ego Schaden nimmt. Entweder bekommt ihr es nämlich mit grossen und starken Monstern zu tun, oder eine Gruppe kleinerer Viecher stürmt den Raum. Manche erinnern an die Facehugger aus den Alien-Filmen.

Mal abgesehen davon, dass wir es für ein tödliches Verbrechen an der Spielbarkeit halten, mitten im Rätselbildschirm angegriffen zu werden: Wieder einmal hat man sich zu sehr an der Konsolenversion orientiert. Die Kamerasteuerung aus Sicht einer dritten Person ist fürchterlich, muss ständig nachjustiert werden und raubt vor allem in engeren Räumlichkeiten die Übersicht. Natürlich darf auch nicht immer gespeichert werden. Stattdessen seid ihr auf sporadisch verteilte Speicherpunkte angewiesen. Vor allem im späteren Spielverlauf heisst es dann nicht nur einmal, ganze Abschnitte erneut zu absolvieren. Und zwar inklusive aller Monster, Rätsel und Zwischensequenzen, die euch darin begegnen.

Obscure II
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Daniel Boll


Obscure-II


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Daniel Boll am 14 Okt 2007 @ 15:27
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