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Operation Flashpoint - Red River: Review

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Ohne die werbewirksame Medientrommel kräftig zu rühren, stellte Publisher Codemasters die finale Version von Operation Flashpoint - Red River in die Regale der Händler. Die US-Fassung nimmt sich hingegen eine verdächtig lange zusätzliche Entwicklungszeit von mehr als anderthalb Monaten. Kann die aktuelle Ausgabe von OpFlash die Kritik, die sich die Reihe mit Dragon Rising im vorletzten Jahr eingefangen hat, ausmergeln und die Wogen bei den Fans glätten? Wir erstatten als Kriegsreporter direkt von der Front aus Tadschikistan Bericht.

Die rote Invasion

Wieder einmal spielt die US-Armee den Retter der Welt. Nachdem man in den bisherigen Operation Flashpoint-Spielen eher fiktive Kämpfe auf teilweise fiktiven Inseln ausgetragen hat, verschlägt es eure Einheit dieses Mal in die Berge von Tadschikistan. Das Land, welches die Grossmacht China von Pakistan, Afghanistan und Usbekistan trennt, beherbergt unzählige Terrorzellen, die natürlich ein Dorn im Auge der US-Militärs sind. Doch auch China hegt Pläne, dass kleine Land zu okkupieren, so dass sich die kleineren Scharmützel mit schlecht ausgerüsteten Widerstandskämpfern schnell zu einer globalen Krise ausweiten, bei welcher sogar die Streitkräfte der USA recht häufig - im Spiel - ins Straucheln geraten.

Der Einstieg ins Spiel gestaltet sich ein wenig holprig. Nachdem sich Codemasters mit dem 2009 erschienenen Dragon Rising eher den Durchschnittsspielern angenähert hat, geht man mit Red River erneut einen Schritt auf die Taktikspieler zu. Ihr schlüpft in die Rolle eines Squad-Anführers und kümmert euch fortan um die richtige Strategie. Dazu erteilt ihr per Schnellauswahl diverse Befehle oder schickt eure Mannen per Übersichtskarte durch die Berge, um Gebäude zu sichern, Stellungen zu halten oder ein MG zu bemannen. Theoretisch könnt ihr euch so zurücklehnen und eure drei Kameraden die ganze Drecksarbeit erledigen lassen. Jedoch zieht euch hier die KI einen Strich durch die Rechnung. Diese reagiert manchmal etwas unbeholfen, rennt urplötzlich durchs eigene Sperrfeuer und geht auch gerne mal dort in Deckung, wo eigentlich gar keine ist. Auch die Feinde zeichnen sich eher durch Masse statt Klasse aus, treffen aber verdammt gut, während euer Team auch schon einmal ein ganzes Magazin auf einen nur wenige Meter entfernten Gegner verballert.



Wie schwierig hättet ihr es gern?

Red River ist eines dieser Spiele, die per se einen hohen Schwierigkeitsgrad besitzen. Kleine Rambos, die die zehn Missionen umfassende Kampagne im Alleingang bewerkstelligen wollen, werden sich an den ersten Missionen die Zähne ausbeissen. Denn bereits ein einziger Kopfschuss reicht aus, um euch ins Jenseits zu befördern. Also müsst ihr mit äusserster Vorsicht vorgehen, jegliche Art von Deckung nutzen und lieber drei Mal den nächsten Schritt überdenken, wollt ihr euch lange und mühselige Laufwege ersparen. Einige automatische Speicherpunkte - Quicksaves gibt es nämlich nicht - liegen ziemlich weit auseinander, so dass schwierige Passagen durchaus durch Unachtsamkeit wiederholt werden müssen. Wer es noch ein Fünkchen realistischer mag, kann diverse HUD-Einblendungen, wie zum Beispiel die Übersichtskarte, ausblenden und sogar auf einen brutalen Hardcore-Modus umschalten.

Doch auch sonst wird der Schwierigkeitsgrad durch die Bank sehr hoch gehalten. Insbesondere die wohl mit Adleraugen ausgestatteten Feinde machen euch das Leben schwer. Zum Glück lassen sich Wunden und Blutungen heilen beziehungsweise stillen, indem ihr, zugegeben etwas merkwürdig, ein Medipack für einige Sekunden lang in die Luft haltet. Während dieser Zeit seid ihr natürlich kampfunfähig. Ein Volltreffer muss aber noch nicht das Ende bedeuten. Solange noch ein anderes Squad-Mitglied am Leben ist, lässt sich Hilfe herbeirufen. Getötete Squad-Mitglieder werden übrigens ab dem nächsten Speicherpunkt wie von Geisterhand ersetzt.

Operation Flashpoint - Red River
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 10 Mai 2011 @ 06:37
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