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Oriental Empires: Review

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Das 4X-Strategiespiel Oriental Empires nimmt uns mit ins Alte China, wo wir uns einen Namen als Herrscher machen wollen. Ob die Zeitreise geglückt ist oder alte Zivilisationen lieber begraben bleiben sollten, zeigen wir euch in unserem Kurztest.

Oriental Empires hält nicht nur eine, sondern gleich zwei spielbare Kampagnen für uns bereit, wobei sich eine an Einsteiger und eine an fortgeschrittene Spieler richtet. Darüber hinaus können wir uns auch im Freien Spiel austoben. Zu Beginn der Kampagnen stehen uns fünf verschiedene Völker zur Wahl, zehn weitere lassen sich nach und nach freischalten. Jedes der Völker besitzt eigene Besonderheiten, die von erhöhtem Schaden mit bestimmten Waffen bis hin zu einer erhöhten Entwicklungsrate reichen, sodass jeder Spieler das Volk auswählen kann, das der eigenen Spielweise am nächsten kommt. Bevor wir mit der Kampagne starten, lässt sich die Schwierigkeit in vier Stufen regulieren, zudem kann die maximale Anzahl an Spielrunden festgelegt werden.

Viele Wege führen nach ... Peking

Es gibt insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Die klassische Variante ist der Eroberungssieg. Um diesen zu erreichen, müssen wir 65 Prozent der Spielbevölkerung kontrollieren, was durch Einsatz unseres Militärs möglich ist. Weiterhin können wir uns aber auch zum "Sohn des Himmels" krönen lassen, indem wir es schaffen, dass sich 75 Prozent der Bevölkerung zu uns als Kaiser bekennen. Bei dieser friedlichen Lösung kommen unsere diplomatischen Fähigkeiten zum Tragen. Eine weitere Option, um das Spielfeld siegreich zu verlassen, ist der Kultursieg. Um auf diese Weise zu gewinnen, ist es erforderlich, dass wir unsere Kultur um mindestens 50 Prozentpunkte weiterentwickeln, als die des Zweitplatzierten. Kulturpunkte erhalten wir nicht nur durch unsere Forschung, sondern auch durch den Bau besonderer Gebäude wie Palästen oder Tempeln. Bei der vierten Variante, dem Punktsieg, ist die bereits erwähnte Rundenobergrenze der Faktor, der das Spiel beendet. Hier gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl, die sich aus allen oben genannten Bereichen zusammensetzt.

Da sich das Spiel nicht nur auf eine Form des Sieges festlegt, hat jeder Spielertyp die Chance, die eigenen Stärken auszuspielen. Auf diese Weise ist es außerdem möglich, eine Überlegenheit des Gegners in einem der Bereiche mit dem Fokus auf einem anderen auszugleichen.

Es gibt viel zu tun

Das Strategiespiel ist rundenbasiert, und während einer Runde gibt es viel für uns zu tun. So planen wir zum Beispiel den Bau von nützlichen Gebäude wie einem Basar, der uns den Handel mit umliegenden Siedlungen ermöglicht. Durch das Errichten von bestimmten Militärgebäuden können wir hingegen neue Arten von Truppen wie die wichtigen Bogenschützen freischalten, die uns mit Fernangriffen dienen. Um unser Vorgehen exakt planen zu können, bietet uns das Baumenü eine genaue Übersicht darüber, was uns die einzelnen Gebäude kosten und wie viele Runden wir darauf warten müssen.

Weiterhin ist es wichtig, stets neue Personen verschiedener Gattungen zu rekrutieren, um ein Wachsen unseres Reichs sicherzustellen. Neben militärischen Einheiten gehören auch Zivilisten dazu, die beispielsweise unerlässlich sind, um die Farmen zu bewirtschaften. Mit unserem Militär erkunden wir hingegen das umliegende Land, um neue Ressourcen, fruchtbaren Boden oder Wildvorkommen aufzuspüren. Auf diese Weise lassen sich außerdem Orte aufspüren, die sich als Startpunkt für eine neue Siedlung eignen.

Um unsere Kultur voranzutreiben, haben wir zudem die Chance, in den Bereichen "Macht", "Handwerk", "Gedanken" und "Wissen" zu forschen und auf diese Weise unter anderem neue Waffenarten zu entdecken oder neue Gebäude freizuschalten. Zudem steht es uns als Herrscher zu, Edikte zu erlassen. Diese haben oftmals erst auf längere Sicht positive Auswirkungen, da einige unsere Macht erst einmal beschränken, bevor sie für mehr Sicherheit sorgen. So können wir zum Beispiel einen Kommandanten ernennen, der sich um die Verwaltung unserer Armeen kümmert. Dies beschränkt zunächst einmal unseren Einfluss, sorgt aber mit Blick auf die Zukunft dafür, dass wir unsere Armeen besser unter Kontrolle halten können, wenn das Reich immer weiter wächst.

Authentisches historisches Spielgefühl

Der größte Pluspunkt des Strategiespiels ist sicherlich die hervorragende Präsentation. Hier setzt der Titel auf eine authentische Darstellung der Gegebenheiten im Alten China. Die Gebäude und Siedlungen fangen die Stimmung sehr gut ein, und auch unsere Siedler und Soldaten überzeugen gerade bei genauerem Hinsehen auf ganzer Linie. Wenn wir die Zoomfunktion nutzen, können wir uns mitten ins Geschehen hineinversetzen. Tun wir dies, erkennen wir, dass sich die einzelnen Soldaten einer Einheit individuell bewegen und sie zudem mit detaillierten Gesichtszügen versehen sind, sodass sich jeder ein wenig vom anderen unterscheidet. Dies garantiert eine wirklich realistische Spielumgebung, die durch den Einsatz traditioneller chinesischer Musik noch zusätzlich unterstrichen wird. Zudem punktet das Spiel mit seinem Jahreszeitenwechsel, der uns die wunderschönen Landschaften nicht nur in sommerlichem Grün, sondern auch unter einer Schneedecke erleben lässt.

Oriental Empires
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 13 Sep 2017 @ 14:26
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