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Panzer Corps: Review

  Personal Computer 

Ja, ja, die Strategiespiele rund um den Zweiten Weltkrieg füllen bereits ganze Lagerhallen, aber der anscheinend nie versiegende Strom dieser Spiele lässt nach. Die Qualität nimmt damit aber nicht zwangsweise zu. Das Studio Slitherine geht daher den sicheren Weg und bringt ein grafisch aufpoliertes Remake des rundenbasierten Strategiespiels Panzer General, das 1994 von SSI veröffentlicht wurde und mit seinem Erfolg eine ganze Ära von Strategiespielen begründete - bis hin zu Fantasy General und Star General! Die Entwickler zeigen damit, dass alte Spielmechanik im neuen Gewand auch heute gut funktionieren kann.

Blitzeinstieg

In 26 Szenarien darf man als Oberkommandierender der Wehrmacht an verschiedenen Operationen teilnehmen. Angefangen beim Überfall auf Polen, über Fall Gelb und Fall Rot bis hin zur Invasion Russlands und zu den Verteidigungsschlachten der Deutschen ab 1944. In alter Panzer-General-Manier gibt es auch verschiedene Was-wäre-wenn-Szenarien, wie die Invasion Grossbritanniens und der USA. Das Ganze ist in eine dynamische Kampagne verpackt, die je nach Leistung des Spielers verschiedene Wege nehmen kann. Eine besonders schnelle Eroberung Frankreichs und der Benelux-Staaten führt etwa zu einer Invasion der britischen Inseln im Jahr 1940. Niederlagen führen bald zu den Endgefechten in Deutschland.

Panzer Corps Bild
Ganz wie im Original geht es Runde um Runde um die Eroberung von bestimmten Siegpositionen. Dabei darf der Spieler seine Kerneinheiten von Schlacht zu Schlacht mitnehmen und auch wieder aufrüsten. Es stehen insgesamt 400 verschiedene Einheiten aus Deutschland, Italien, Russland, Frankreich, Grossbritannien und den USA zur Verfügung - von der Infanterie bis zum Schlachtschiff, und vom gepanzerten Aufklärer bis zum strategischen Bomber. In einer kleinen Enzyklopädie kann man sich über die verschiedenen Einheiten und ihre Fähigkeiten sowie über verschiedene Funktionen im Spiel informieren. Für mehr Spielspass sorgen die Modi Hotseat und Play by E-Mail, dank denen man gegen einen menschlichen Gegner antreten kann. Gerade der E-Mail-Modus ist sehr gut in das Spiel integriert worden. Für neue Herausforderungen kann der Szenario- und Karteneditor verwendet werden, der auch ganze Kampagnen ermöglicht, die dynamisch aufgebaut werden können.

Einfach wie eh und je

Getreu dem Motto "Einfach zu erlernen, schwer zu meistern" erlernt der Spieler schon nach wenigen Minuten die Grundkonzepte Auswahl, Bewegung und Angriff. Danach geht es dann schnell weiter mit der Verstärkung mit unerfahrenen oder erfahrenen Truppen, dem Kaufen neuer Einheiten sowie dem Aufrüsten bestehender Einheiten. Später merkt man, wie man die Vorteile der Einheiten und des Terrains einsetzen kann, um den Sieg zu erringen.

Die KI ist dabei nicht sonderlich schwierig zu bezwingen, aber sie kann dem Spieler einiges entgegenwerfen und so den Kampf verlängern, bis das Zeitlimit erreicht ist. Das kommt dann einer Niederlage gleich. Die Schwierigkeit liegt also darin, den Kampf möglichst effizient und schnell zu gestalten, um zu gewinnen. Gerade auf den höheren der fünf Schwierigkeitsgrade wird einem das Leben sehr schwergemacht.

Die Oberfläche ist sehr übersichtlich gehalten. Das grosse Spielfeld, welches zusätzlich in die strategische Übersicht geschaltet werden kann, und eine Minikarte sorgen für einen problemlosen Überblick. Zwei Listen zeigen Statistiken und eine Übersicht aller Einheiten. Auch die Bedienung per Maus und Tastatur funktioniert problemlos.

Panzer Corps
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Alexander Boedeker

Alexander Boedeker am 14 Dez 2011 @ 09:34
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