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Paradise: Review

  Personal Computer 

Spieldesigner Benoit Sokal konnte mit seinen Syberia-Adventures Spieler auf der ganzen Welt begeistern. Sein neuestes Werk heisst Paradise, das international bereits seit einigen Monaten erhältlich ist, von der Fachpresse jedoch eher mittelmässige Wertungen verpasst bekam. Grund genug für den Hamburger Publisher Anaconda, die deutsche Version zugunsten einer umfangreichen Qualitätssicherung zu verschieben. Ein löbliches Vorhaben, das sich im Endeffekt gelohnt hat?

Zwischen den Fronten

Die Schweizer Studentin Ann Smith erwacht eines Tages in dem Palast eines Prinzen und kann sich an nichts mehr erinnern. Das gerenderte Intro verrät, dass sie mit einem Flugzeug über der fiktiven, afrikanischen Monarchie Mauranien abgestürzt ist, als sie sich auf dem Weg zu ihrem Vater, dem König des Landes, befand. Da Ann an Amnesie leidet und nur wenige ihrer Gepäckstücke gefunden werden konnten, steht sie nun in dem fremden Land vor der Frage nach dem Grund ihres Besuches.

Erste Aufgabe ist es, zum Prinzen vorzudringen, was angesichts der hiesigen Regeln alles andere als ein leichtes Unterfangen ist. Im Palast selbst wird ausserdem ein schwarzer Leopard gefangen gehalten, der später noch eine zentrale Rolle spielen wird. Im Spielverlauf werdet ihr mit dem Tier zusammen auf die gefährliche Reise durch Mauranien geschickt. Das einstige Paradies wird von einem Krieg überschattet. Eine Rebellenfraktion will das totalitäre Regime des Königs stürzen.

Gerade im Palast dümpelt die Story noch ziemlich vor sich hin, ist sogar geradezu langweilig. Spätestens wenn ihr das Gebäude verlasst, kommt die Handlung jedoch langsam in Fahrt. Ann Smith befindet sich schliesslich unwissenderweise zwischen den Fronten der Kriegsparteien. Während ihr Vater nach ihr suchen lässt, ist sie gleichzeitig als Tochter des Königs von unschätzbarem Wert für die Rebellen. Während sich Ann auf die Reise durch Mauranien vorbereitet, werden wichtige Schlüsselfiguren ermordet oder ihr anderweitig Steine in den Weg gelegt. Wer jeweils dafür verantwortlich ist, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Steuerung mit Hindernissen

Adventure-üblich wird Ann aus einer festen Third-Person-Perspektive mittels simpler Mausbedienung durch die Räumlichkeiten geklickt. Mit nur einer Maustaste könnt ihr sämtliche Aktionen erledigen. Der Mauszeiger passt sich selbstständig einer Situation an. Fahrt ihr damit etwa über eine Person, verwandelt sich der Cursor in ein Sprachsymbol. Ähnlich einfach ist auch das Inventar bedienbar, in dem ihr per Mausklick Gegenstände auswählen oder via Drag-and-drop miteinander kombinieren könnt.

So intuitiv das auf dem Papier auch aussehen mag, die Steuerung ist einer der Hauptkritikpunkte. So werden Ausgänge etwa durch ein spezielles Mauszeiger-Symbol angezeigt. Wenn ihr jedoch nicht präzise auf den grafischen Ausgang klickt, bleibt Ann schon mal regungslos in der Gegend stehen, läuft in die entgegengesetzte Richtung oder rennt gegen eine Wand. Extrem nervig sind auch die völlig unverständlichen Cursor-Ruckler in Detailansichten. Wenn ihr bestimmte Dinge, etwa Maschinen, näher betrachtet, gibt es regelmässige Aussetzer bei Zeigerbewegungen, was die Untersuchung des Gebietes erschwert. Leidet Ann Smith etwa an Parkinson? Der Eindruck wird zumindest erweckt.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 19 Aug 2006 @ 21:30
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