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Pathologic: Review

  Personal Computer 

Auch wenn Pathologic auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Ego-Shooter aussieht, handelt es sich beim neusten Werk der noch ziemlichen unbekannten, russischen Entwickler von Ice-Pick Lodge viel mehr um einen innovativen Genre Mix, der Adventure, Survival-Horror- und Rollenspiel-Elemente miteinander kombiniert. Klingt auf alle Fälle spannend. Ob das in der Praxis jedoch wirklich funktioniert, verraten wir euch in unserem Test.

Aller guten Dinge sind drei. Das dachten sich wohl auch die Jungs von Ice-Pick Lodge und haben deshalb gleich drei verschieden Geschichten ins Spiel integriert. Alle spielen in einer namenlosen Kleinstadt, in der ein äusserst gefährlicher Virus ausgebrochen ist, welcher bereits dutzende Menschen infiziert hat. Deshalb lässt der Staat ab sofort jeden Infizierten umbringen. In der ersten Geschichte übernehmt ihr nun die Rolle des Mediziners Daniel Dankowski, der in die versuchte Stadt kommt, um dort nach einem Heilmittel gegen den Tod zu suchen. Dann beginnt nach seiner Ankunft jedoch plötzlich eine äusserst seltsame Mordserie, die es dringend aufzuklären gilt.

Der zweite Protagonist ist ein Chirurg namens Artemi Burakh, dessen Vater erst kürzlich verstorben ist. Dieser hat ihm sein ganzes Vermögen hinterlassen, weshalb er sich nun ebenfalls in der Stadt aufhält und prompt selbst mit dem gefährlichen Virus infiziert wird. Seine einzige Chance zu Überleben ist, so schnell wie möglich ein Gegenmittel zu finden. Das ist weitaus schwieriger als es klingt, da die anderen Einwohner dummerweise gar nicht gut auf Artemi zu sprechen sind. Zu guter Letzt dürft ihr dann auch noch in die Haut einer Heilerin schlüpfen, die sich für übermächtig hält und glaubt, die Stadt vom Virus befreien zu können. Obwohl das ganz verheissungsvoll klingt, reagieren viele Einwohner alles andere als positiv auf die vermeintliche Retterin.

Mühsam

Obwohl es sich bei Pathologic um keinen reinen Ego-Shooter handelt, wird das Spiel ausschliesslich aus der First-Person-Perspektive gespielt. Kämpfe und Schiessereien gibt es zwar auch, jedoch eher selten. Und wenn, dann sind diese nicht nur äusserst mühsam, sondern auch ganz schön schwierig, was nicht zuletzt an der sehr ungenauen Zielfunktion liegt. Darüber können auch die vielen verschiedenen Nah- und Fernkampfwaffen nicht hinwegtäuschen.

Gesprächig

Gut, dass die Entwickler den Schwerpunkt klar auf die Dialoge gelegt haben, werden viele jetzt denken. Leider sind auch diese meist nicht besonders unterhaltsam und vor allem unnötig lang. Hinzu kommt, dass sehr viele Gespräche gar nicht vertont wurden. Ein weiteres Problem ist, dass ihr nie wisst, wann eine Person storyrelevante Informationen von sich, weswegen euch vielfach nichts anders übrig, als alle Antwortmöglichkeiten auszuprobieren. Wie viel eine Person euch erzählt, hängt einzig und alleine von eurem jeweiligen Ruf ab. Als Daniel Dankowski habt ihr beispielsweise einen sehr guten Ruf, weshalb das Spiel mit ihm auch ziemlich leicht zu bewältigen ist. Artemi Burakh hat hingegen einen sehr schlechten Ruf, weshalb sein Abenteuer wesentlich anspruchsvoller ist.

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Tim Richter

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Tim Richter am 08 Mai 2006 @ 15:33
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