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Patrizier IV - Aufstieg einer Dynastie: Review

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Zwar war Patrizier IV nur eine aufpolierte und dezent erweiterte Neuauflage der berühmten Mittelalter-Wirtschaftsmanagment-Simulation Patrizier II, doch die Entwickler schafften es dennoch, alte wie neue Spieler für das robuste und bewährte Spielkonzept zu begeistern. Mit der Erweiterung Aufstieg einer Dynastie kommen jetzt etliche Verbesserungen und Neuerungen hinzu, die vor allem von alteingesessenen Fans gewünscht wurden.

Verbesserungen

Es ist wirklich löblich, dass die Entwickler von Digital Minds auf die Kritik der Patrizier IV-Spieler reagierten. Offensichtlich wird dies bei der verbesserten Intelligenz der computergesteuerten Kontrahenten während der Seeschlachten. Bei diesen erhält man nun eine höhere Chance, Auseinandersetzungen für sich zu beanspruchen. Dadurch gewinnt das Spiel an strategischer Tiefe, wofür natürlich auch die anderen Neuerungen verantwortlich sind. Eine wesentliche Erweiterung ist die Möglichkeit, sich jetzt intensiv dem Landhandel widmen zu können. Wurden im Hauptprogramm im europäischen Mittelalter hauptsächlich Geschäfte über den Seeweg gemacht, kann man in Aufstieg einer Dynastie in das Landesinnere vordringen. Spätestens dann, wenn man an Einfluss und Vertrauen der Landesfürsten gewonnen hat, besteht die Option, über 20 Handelsrouten auf dem Land einzurichten. Mit Ochsenkarren geht es dann mit Waren nach Berlin oder Warschau.

Somit wird das Sammeln des schnöden Mammons eine Portion reizvoller, denn die Ortschaften ohne Meeresanbindung haben viele Bedürfnisse, die es zu befriedigen gilt. Allerdings kann erst dann reger Handel betrieben werden, sobald man das Recht erhält, Routen zu erstellen - und das muss man sich erst einmal verdienen. In Konvois werden hier freilich keine Schiffe verschickt, sondern die zuvor gebauten Karren. Im Kern unterscheidet sich diese Funktion nicht wesentlich von den normalen Geschäften über die Wasserwege. Sogar mit Überfällen muss gerechnet werden, dieses Mal aber nicht von Piraten, sondern von den Soldaten der ansässigen Herrscher. Schutz bringen hier Söldner oder zu erledigende Aufträge für die Adeligen der Gebiete, durch die die Routen führen. Richtige Kapitalisten entscheiden sich gleich für den Kauf der Ländereien, durch die die Ochsenkarren fahren. Hier verbirgt sich übrigens noch etwas Potential, denn im Grossen und Ganzen kann man mit den Karren kaum etwas anfangen, ausser seine Waren zu sichern und an Macht zu gewinnen.

Patrizier IV - Aufstieg einer Dynastie
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Sven Wernicke

Patrizier-IV---Aufstieg-einer-Dynastie


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Sven Wernicke am 19 Apr 2011 @ 16:46
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