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Payday - The Heist: Review

  Personal Computer 

Valve hat mit Left 4 Dead und dessen Nachfolger eindrücklich bewiesen, dass Spiele eigentlich mehr Spass machen, wenn sie zusammen mit anderen Spielern in Angriff genommen werden können. Die Designer und Entwickler im Dienste von Overkill Software haben sich diese Lektion zu Herzen genommen und mit Payday - The Heist einen Titel abgeliefert, der seinen Vorbildern mehr als nur das Grundkonzept schuldet. Dennoch ist daraus ein eigenständiges Spiel entstanden, das ausser einigen spielmechanischen Elementen nicht viel mit dem Überleben einer Zombie-Apokalypse gemein hat.

Vorbereitung ist alles ... oder?

Inside Man, Heat und Gefährliche Brandung sind allesamt Titel bekannter Filme, die zum Genre der so genannten Heist-Movies gezählt werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Handlung hauptsächlich darin besteht, dass der Ablauf eines Raubüberfalls aus der Sicht der Kriminellen geschildert wird, womit diese die Helden des jeweiligen Streifens sind. Genau in eine solche Lage versetzt euch Payday - The Heist. Ihr übernehmt die Rolle eines Gangsters, der mit drei Arbeitskollegen in sechs unterschiedlichen Szenarien Banken ausrauben, Gefangene befreien oder aber Diamanten aus einem schwer bewachten Hochhaus entwenden muss, ohne dabei gefasst oder gar erschossen zu werden. Die drei übrigen Mitglieder des Teams sind wahlweise von der KI gesteuerte Bots, im Idealfall jedoch menschliche Mitspieler.

Die sechs Aufträge variieren inhaltlich zum Teil stark, der Handlungsablauf bleibt aber über weite Strecken derselbe. Man startet an Punkt A und muss sich bis nach Punkt B vorarbeiten beziehungsweise vorkämpfen. Auf dem Weg dorthin müssen oft mehrere Nebenaufgaben erfüllt werden, die aber alle darin bestehen, irgendein Gerät per Tastendruck zu aktivieren oder ein Objekt an einen bestimmten Ort zu bringen. Bei Punkt B kommt es dann zu einem ersten grossen Showdown. Ist dieser überstanden, gilt es, die Flucht anzutreten und wieder zurück nach Punkt A oder aber nach Punkt C zu gelangen, wobei wiederum Nebenaufgaben zu lösen sind.



Hier offenbart sich das erste Manko des Spiels: Der Ablauf des jeweiligen Coups ist vorgezeichnet. Ein namen- und gesichtsloser Helfer hat schon im Vorfeld alle nötigen Abklärungen für euch getroffen und die Tat minutiös vorbereitet, also Sicherheitsleute bestochen, wichtige Codes besorgt oder Geräte an strategisch wichtigen Orten versteckt, damit die Bande sie nicht selber mitschleppen muss. Damit entfällt im Spiel ein wichtiges Element, das in den Filmen des Genres die eigentliche Spannung ausmacht. Man hat keinerlei Einfluss auf die Planung des Überfalls. Hauptziele und Nebenaufgaben bleiben immer dieselben. Dass Payday - The Heist dennoch über lange Zeit unterhaltsam bleibt, verdankt das Spiel der dynamischen Handhabung der Scharen von Gegnern und dem Klassensystem, mit dessen Hilfe man die Fähigkeiten der eigenen Spielfigur nach und nach verbessern kann.

Payday - The Heist
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Luca Cannellotto

Payday---The-Heist


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Luca Cannellotto am 29 Nov 2011 @ 20:15
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