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PlanetSide 2: Review

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Lange bevor Mehrspieler-Shooter im bombastischen Stil populär wurden, genauer vor zehn Jahren, erschien mit PlanetSide ein Novum. Erstmalig konnten in einer persistenten Online-Welt hunderte Spieler zusammen in den virtuellen Krieg ziehen. Noch Jahre später erfreute sich der erste MMOFPS grosser Beliebtheit. Mit dem im November 2012 gestarteten PlanetSide 2 ist nun der Nachfolger erhältlich, der das Konzept konsequent weiterverfolgt und mit dem Free-2-Play-Finanzierungsmodell möglichst viele Spieler ansprechen will, um noch gewaltigere Schlachten in Szene zu setzen. Wir haben uns einige Wochen durch alle Klassen gespielt und verraten euch, wieso Shooter-Fans durchaus das in allen Aspekten kolossale Werk von Sony Online Entertainment einmal anspielen sollten.

Gewaltig in jedem Sinn

Als DICE 2002 Battlefield 1942 auf den Markt brachte, staunten viele Spieler nicht schlecht. Erstmals wurden die engen Mehrspielerlevels gegen weitläufige Landschaften ausgetauscht, und die zumeist auf Infanteriekämpfe ausgelegten Deathmatch-Spielmodi wichen einer objektorientierten Aufgabe. Flaggen, die gegnerische Stützpunkte repräsentierten, mussten mit Fahr- oder Flugzeugen und sogar mittels der Marine erobert und verteidigt werden. Das ein Jahr später veröffentlichte PlanetSide legte sogar noch eine Schüppe drauf und verlagerte die Schlachten auf einen ganzen Kontinent.

PlanetSide 2 setzt nun das Konzept des Vorgängers konsequent fort. Insgesamt drei Parteien kämpfen um die Vorherrschaft auf dem Planeten Auraxis, der in drei nicht miteinander verknüpfte Kontinente aufgeteilt ist. Jeder Kontinent beherbergt für alle drei Fraktionen eine uneinnehmbare Basis, während der Rest des gigantischen Festlandes - unterteilt in einzelne Territorien - völlig frei erobert werden kann. Jedes Gebiet wird dabei von einem Aussenposten bewacht, der zur Übernahme und Eingliederung in das eigene Territorium erobert werden muss. Während unbedeutende Landstriche durch einen wenig befestigten Stützpunkt verteidigt werden, sind auch grössere Anlagen wie Biolabore auf der ganzen Welt verstreut. Diese sind meistens gut befestigt und nur schwer einnehmbar, da gleich mehrere Terminals - das Pendant zu den Flaggen aus Battlefield - gleichzeitig unter eurer Kontrolle stehen müssen, bis ein entsprechender Countdown abgelaufen ist. Um diese Anlagen entbrennt ein oft stundenlang andauernder Kampf, wenn zu Spitzenzeiten mehrere hundert Spieler pro Fraktion an der Schlacht beteiligt sind.



Wenn's mal wieder länger dauert: das Aufstufsystem

Sechs unterschiedliche Klassen sorgen für Abwechslung, gleichwohl sie sich jetzt nicht unbedingt von denen aus anderen Spielen unterscheiden. Auch optisch sind sie schwer auseinanderzuhalten. Der in PlanetSide 2 spielbare Spion ist das Gegenstück zum Aufklärer, während beispielsweise die schwere Angriffseinheit oder der Ingenieur in ähnliche Rollen gleich denen bei der Konkurrenz schlüpft. Fahrzeuge und Gefechtstürme können zum Beispiel repariert werden, während sich andere Mitspieler um die Lebensenergie verletzter Kameraden kümmern. Luft- und Bodenraketen gehören ebenso zum Repertoire der schweren Angriffseinheit. Eine Besonderheit nimmt die Rolle der "Max Einheit" ein. Hierbei tauscht ihr eure Uniform gegen ein stark gepanzertes Exoskelett, mit welchem ihr sogar Panzern das Fürchten lehren könnt. Allerdings kostet diese Klasse einige Infanterieressourcen, die euch nicht unendlich zur Verfügung stehen.

Da es sich bei PlanetSide 2 ja um einen MMOFPS handelt, gibt's natürlich auch das obligatorische Freischaltsystem. Für verdiente Erfahrungspunkte könnt ihr euch im Itemshop allerhand Zusatzsysteme leisten. Neue Granatentypen, für kurze Zeit einschaltbare Schutzschilde oder eine optimierte Panzerung sind nur wenige Beispiele. Natürlich könnt ihr eure Erfahrung auch gegen neue Waffen eintauschen, die allerdings recht teuer sind. Zudem gibt's pro Charakterklasse bislang gerade einmal eine Handvoll neuer Faustfeuerwaffen zum Freischalten. Hier darf Sony Online Entertainment (kurz: SOE) gerne noch mehr Material nachliefern.

PlanetSide 2
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 07 Jan 2013 @ 18:32
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