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Port Royale: Review

  Personal Computer 


Ende 2001 sah es gar nicht mehr so gut für die Gütersloher Entwickler Ascaron aus. Zahlungsunfähigkeit führte zur Insolvenz, aber mittlerweile wurden alle Unstimmigkeiten aus der Welt geschafft, die Insolvenz abgewandt und Ascaron komplett neu strukturiert. Zum Glück hatte all dies nur sehr wenig Einfluss auf die Entwickler des Patrizier 2 Nachfolgers Port Royale. In einer zu 99,9% fertigen Version konnten wir bereits alle Features ausprobieren, eins vorweg: Anno 1503 muss sich warm anziehen, um gegen Port Royale zu gewinnen!



Eine andere Welt

Nachdem man die Arbeiten an dem ersten Addon zu Patrizier 2 beendet hatte, konnten sich die Entwickler endlich einem neuen Projekt widmen. Zuerst unter dem Namen Moonracer (jedes Ascaronspiel wird im Entwicklungsstadium nach einem James Bond Titel benannt) werkelte man an einer komplett neuen Grafikengine, welche erstmals 3D Grafikkarten unterstützen sollte. Dann, wenige Monate nach Beginn der Entwicklung, konnten Tausende von Usern in einer Abstimmung den "echten" Namen des Spiels bestimmen. Herausgekommen ist Port Royale, mit dem Untertitel "Gold, Macht und Kanonen".

Gleich nach der rund 500 MB grossen Installation des Spiels findet man sich im Hauptmenü von Port Royale wieder. Neben dem Singleplayer Modus, Optionen und anderen, eher unwichtigen, Unterteilungen, gibt es auch noch einen Multiplayer Modus, auf den wir später zu sprechen kommen, denn zuerst widmen wir uns der Singleplayer Kampagne. Da Port Royale zahlreiche neue Features bietet, sollten auch Patrizier 2 erfahrene Spieler das Tutorial absolvieren. Hier werden dem Spieler anhand einer Beispielkampagne die wichtigsten Befehle des Spiels beigebracht. Hat man dann das Tutorial einmal beendet, läuft das Spiel in eine Endloskampagne ab. Man kann also das begonnene Tutorial auch nach der Lehrzeit weiterspielen.

Beim Start der Kampagne kann man eine von vielen verschiedenen Zeitepochen aussuchen. Die Wahl spielt dabei eigentlich keine grosse Rolle, hierbei geht es hauptsächlich um die Verteilung der Macht der einzelnen Nationen. Einen Bildschirm weiter kann man schliesslich einen Namen, ein Wappen und die Startnation bzw. Startstadt auswählen. Zusätzlich kann man hier noch verschiedene Attribute wählen. In Grundzügen legt man dabei fest, ob man im späteren Verlauf des Spiels Händler oder Freibeuter werden möchte. Auch die Wahl des Goldes spielt eine wichtige Rolle. Entscheidet man sich für den normalen Goldmodus, bekommt man ein durchschnittliches Schiff und eine durchschnittliche Menge an Startgold zugeschrieben. Die beiden anderen Modi hingegen geben einem entweder ein starkes Schiff, dafür weniger Gold oder aber ein kleines Schiff, dafür ausgestattet mit einer dicken Schatztruhe.

Ein Händler hat`s schon schwer


Die Startphase von Port Royale kann sich schon einmal über mehrere Stunden hinweg hinziehen, erst dann eröffnen sich dem Spieler zahlreiche neue Wege und Möglichkeiten seinen Platz in der karibischen Geschichte zu finden. Hierbei sind wir auch schon bei dem ersten Punkt, in welchem sich Port Royale von seinen beiden "Vorgängern" unterscheidet. Spielte man früher noch in der Nord- und Ostsee und musste Aufträge für die Hanse erledigen, haben die Entwickler flugs das gesamte Konzept in die sonnige Karibik verfrachtet, die im Vergleich zu Patrizier 2 eine rund viermal so grosse Spielfläche bietet. Von daher gibt es viel mehr Städte und Dörfer, mit denen man Handel treiben kann.

Port Royale
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 12:10
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