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Psychotoxic: Review

  Personal Computer 


Der deutsche Entwickler Nuclearvision Entertainment dürfte vielen von
euch bereits durch das eher mittelmässige aber kostenlose Jump´n´Run
Codename Gordon (HalfLife 2D) bekannt sein. Mit Psychotoxic brachte die
Firma nun ihr erstes kommerzielles Spiel exklusiv auf DVD in den Handel. Ob
das Spiel mit aktuellen Ego-Shootern mithalten kann?



In Psychotoxic schlüpft ihr in die Rolle der Kellnerin Angie Prophet, auf deren Schultern im Jahr 2020 das Schicksal der Welt lastet. Der Oberbösewicht Aaron Crowley hat nämlich eine antike Maschine namens "Vierter Reiter der Apokalypse" und will damit die Menschheit vernichten. Was für ein Glück, dass Angie die Auserwählte ist und nebenbei die Fähigkeit besitzt, in die Gedanken anderer einzutauchen. Über Funk ist Angie zudem ständig mit dem geheimnisvollen Max verbunden, der ihr mit seinen Hackerfähigkeiten und Ratschlägen zur Seite steht.

Ihr ballert euch also fortan aus der Ego-Perspektive durch insgesamt 22 Missionen, die in 30 Levelabschnitte unterteilt sind. Ihr könnt jederzeit - auch während einer Mission - zwischen vier Schwierigkeitsgraden wählen. Ich entschied mich aber von vornherein für den Zweitschwersten (Heftig, heftig). Die gewählte Schwierigkeit wirkt sich primär auf den Schaden, den die Gegner anrichten, aus. Von "künstlicher Intelligenz" kann nämlich keine Rede sein. Menschliche Feinde wie FBI-Beamte oder Spezialeinheiten verhalten sich wie lebensmüde Selbstschussanlagen und denken gar nicht bzw. nur selten daran Deckung zu suchen. Oft erlebte ich es auch, dass die Gegner scheinbar lust- und wehrlos auf einer Stelle standen.

Wenn ihr aber unter Beschuss geratet, sieht es verflucht schlecht für eure Lebensenergie aus, da eine Treffersalve meist schon gut ein Viertel davon vernichtet. Das wäre weniger schlimm, wenn es fair verteilte Medikits in den Levels gäbe. Leider ist dies nur selten der Fall. Entweder musste ich mich mit einem Lebensenergiepunkt durch einen Abschnitt quälen oder es gab mehr Medikits, als ich brauchte.

Ein grosses Manko ist auch das viel zu dunkle und in düsteren Abschnitten kaum wahrnehmbare Fadenkreuz. Als hätten die Entwickler noch nie was von der Farbe Weiss gehört! Und wo wir schon bei düsteren Abschnitten sind: Eine Taschenlampe fehlt, was angesichts der kaum sichtbaren Gegner in dunklen Bereichen ein dicker Minuspunkt ist. Die Lehnenfunktion nutzte ich nur selten, denn was bringt mir die wenn ich während des Lehnens nicht ballern kann? Hinzu kommt, dass es absolut lächerlich aussieht, da sich Angie fast 180 Grad zur Seite biegt. Durch die verhunzte Lehnenfunktion bewegte ich mich grösstenteils geduckt und vorsichtig um die Ecke linsend fort.

Neben den in der Echtwelt angesiedelten Levels gibt es, dank Angies Gabe in fremde Gedanken einzudringen, auch traumähnliche, surrealistisch wirkende Orte. Dort seht ihr euch meist mit Monstern wie Werwölfen und Zombies konfrontiert, die sich noch peinlicher verhalten als ihre menschlichen Kollegen. So rennen Werwölfe manchmal wie besoffen im Kreis herum oder scheinen euch nicht wahrzunehmen. Trotzdem waren die Traumwelten eine willkommene Abwechslung für mich. Ob Comic-Level, mittelalterliche Stadt, Kriegsgebiet oder Unterwasserwelt. Die Entwickler haben hier viel Einfallsreichtum bewiesen. Das gilt natürlich auch für die Echtwelt-Locations. So führt euch die Reise u.a. durch Brooklyn, Fabrik- und Hafengelände, Parks, auf ein Kriegsschiff und in ein Flugzeug.

Psychotoxic
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 12:28
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