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Quantum Conundrum: Review

  Personal Computer 

Spieldesignerin Kim Swift war federführend an Valve Softwares Knobel-Hit Portal beteiligt. Mit ihrem neuen Projekt Quantum Conundrum, das sie mit der Spieleschmiede Airtight Games entwickelte, geht sie weg von Portalen und liefert eine Art Evolution des Spielprinzips ab.

Dimensiönchen, wechsle dich!

Die etwas dünne Handlung ist auf dem gigantischen Anwesen eures Onkels Fitz Quadwrangle angesiedelt, bei dem ihr eure Ferien verbringen sollt. Als ihr ankommt, meldet sich der geniale Wissenschaftler über die Hausfunkanlage bei euch. Sein letztes Experiment ist offenbar schiefgegangen und hat ihn in eine unbequeme Paralleldimension versetzt, aus der ihr ihn jetzt herausholen müsst. Dazu gilt es, zahlreiche Experimentalräume des Anwesens zu meistern. Wie erwähnt nicht mehr mit Portalen. Stattdessen bekommt ihr ein Gerät in die Hand, mit dem ihr in Echtzeit zwischen speziellen Dimensionen umherspringen könnt. Drei davon beeinflussen die Schwerkraft, eine verlangsamt die Zeit. Aber nur für die Räumlichkeit und deren Inventar, nicht für die Spielfigur. Auf Tastendruck wechselt ihr nahezu verzögerungsfrei zwischen den Dimensionen und könnt euch währenddessen normal weiterbewegen.

Zu den einfachen Aufgaben gehören Bodenschalter, auf die ihr ein Umgebungsobjekt legen müsst, damit sich eine Tür öffnet. Stehen nun aber nur schwere Sachen wie Tresore oder Sofas in Reichweite, wechselt ihr auf Tastendruck in die so genannte Fluffy-Dimension, in der sich die gesamte Materie in Watte beziehungsweise flauschigen Stoff verwandelt. Hier könnt ihr selbst ausladene Möbelstücke mit Leichtigkeit aufheben und auf den Bodenschalter legen. Nun noch schnell in die normale Dimension gewechselt, schon drückt das reale Gewicht des Objekts den Schalter runter. Die Tür geht auf. An anderer Stelle versperren massive Glasscheiben den Weg. Mit den herumliegenden Kartons ist ein Weiterkommen schwer möglich. Oder doch? Karton aufnehmen, in Richtung der Scheibe werfen und im Flug in die Heavy-Dimension wechseln, die selbst leichte Materialien in unzerstörbares und unstemmbares Metall verwandelt. Der stahlgewordene Karton wird zum schweren Geschoss und lässt das Glas in seine Einzelteile zerbersten. Ein Umstand, den euer Onkel gar nicht gerne sieht und entsprechend patzig kommentiert.

Portal 2.5

So simpel bleibt die Rätselgestaltung natürlich nicht. Erstens sind die vier Dimensionen nicht immer in jedem Testraum vollständig verfügbar. Zweitens müssen sie stellenweise flink miteinander kombiniert werden. Das hebt den Rätselanspruch im Vergleich zu Portal auf ein deutlich höheres Niveau. Nicht nur um die Ecke denken ist gefragt, sondern auch Timing und Reaktionsschnelligkeit. Es kommt vor, dass ihr einen Raum betretet und vor einem scheinbar unüberwindbaren Abgrund steht. 50 Meter weiter hinten ein Bodenschalter und ein Ausgang. Rechts neben euch ein Knopf, der bei Betätigung einen der roboterhaften Wandschlunde öffnet. Euer Onkel scheint viel Kohle zu haben oder paranoid zu sein, denn wieder mal wird ein Tresor ausgespuckt. Doch was nun? Ein Programmfehler? Nein, ein Paradebeispiel für die teils schräge Rätsellogik in Quantum Conundrum.

Wie geht es also weiter? Ihr wechselt in die Fluffy-Dimension, hebt den Tresor auf, werft ihn geradewegs von euch weg in Richtung Abgrund, schaltet blitzschnell in die Zeitlupe und springt auf das noch in der Luft und in Reichweite befindliche Teil. Nun kommt die vierte, noch nicht angesprochene Kraft ins Spiel, die die Schwerkraft im wahrsten Sinne des Wortes umkehrt. Dinge werden nun also in Richtung Decke gezogen, statt nach unten. Auch der Tresor, auf dem ihr steht. Die Tatsache, dass er sich durch euren Wurf immer noch in einer Vorwärtsbewegung befindet, lässt euch durch geschicktes und mehrfaches An- und Ausschalten der Schwerkraftumkehr wie auf einem fliegenden Teppich in Auf- und Abbewegungen zur anderen Seite schweben. Je nach Testraum kann es sein, dass ihr währenddessen auch noch Hindernissen ausweichen und/oder um Ecken schweben müsst, was mithilfe von Riesenventilatoren möglich wird, die in die passende Richtung pusten. Natürlich bringt das nur etwas, wenn ihr im richtigen Moment und immer noch auf dem Tresor stehend kurz in Fluffy wechselt, damit der Luftstrom euch erfassen kann.

Quantum Conundrum
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Daniel Boll

Tags:
Portal

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Daniel Boll am 07 Jul 2012 @ 15:43
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