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Ratatouille: Review

  Personal Computer 

Ratten in der Küche sind nicht schön. Wenn ein solches Tier aber so charmant und witzig daher kommt wie Remy in der Spielumsetzung zum gleichnamigen Kinofilm Ratatouille, geht man eher der Ratte in die Falle - und nicht andersrum.

Mit Filmumsetzungen ist es immer so eine Sache. Die meisten sind mal eben lieblos zusammengeschusterte Spielchen. Schnell verdientes Geld für den Hersteller. Mit kritischem Auge muss man also auch Ratatouille betrachten, das natürlich an den aktuellen Kinofilm angelehnt ist. Die gute Nachricht vorweg: Die Ratten in diesem Spiel sind alle virenfrei und sauber. Die schlechte: Profispielern dürfte der Mäusezirkus schnell langweilig sein.

Putzige Kerlchen

Wer bereits den Film im Kino erleben durfte, wird einige der Darsteller auch im Spiel wiedererkennen. Der fiese Koch Skinner bewacht auch im Computerspiel mit grimmiger Miene seine Küche. Und in der Rolle von Leckermäulchen Remy verhelft ihr ihm und seinen Freunden zu vollen Bäuchen. Remy selbst hat natürlich das Ziel, als Gourmet und grosser Koch gross rauszukommen. So ganz klar sind die Ziele im Spiele allerdings nie gesetzt. Es mangelt an einer konsequenten Erzählweise, bei der auch jüngere Spieler nicht gleich den Faden verlieren. Denn für die ist das Spiel offensichtlich hauptsächlich gemacht.

Nachdem ihr euch auf einem ländlichen Übungsparcours mit der Bedienung vertraut gemacht habt, geht es auf einer wilden Flossfahrt nach Paris. Empfehlenswert ist der Einsatz eines Gamepads, wie etwa des Xbox360-Controllers für Windows. Mit der Tastatur wird´s an einigen Stellen echt haarig. Aber habt ihr Bedienung erst einmal im Griff, geht der Spass an unterschiedlichen Lokalitäten los. Beispielsweise in der Küche eines Restaurants, wo Remy einen Pakt mit dem schüchternen Hilfskoch eingeht. Den könnt ihr dann sogar selbst steuern, wenn Remy oben auf der Mütze des Kochs Anweisungen gibt. In einigen Mini-Spielen sind innerhalb eines Zeitlimits bestimmte Tastenkombinationen zu drücken, um beispielsweise eine Suppe zuzubereiten, eine Torte zu verzieren oder beim Kartoffeln schälen. Grösseren Frust erleidet dabei wohl kaum jemand, denn die Spiele sind der einfachsten Art. Leider wiederholen sich diese Spiele immer wieder mal, was auf Dauer eher nervt und den sonst so abwechslungsreichen Spielablauf stört.

Zwischen den Lokalitäten, wie der eben erwähnten Küche oder auch einem Marktplatz, reist Remy zwischen Wänden und in den Kanälen von einem Einsatzort zum nächsten. Dies geschieht zumeist über spassige Rutschpartien in einer Art Röhrensystem. Die erstrecken sich teilweise auch schon mal über mehrere Minuten, so dass die Areale fast schon einen gigantischen Eindruck hinterlassen. Die Übersicht bei den Gebieten zu behalten ist wahrlich nicht ganz einfach. Aber mit dem richtigen Riecher geht's: durch Drücken der Riechtaste wittert Remy seinen nächsten Zielpunkt, etwa einen Kumpel, der gerade Hilfe benötigt. Ein blauer Strahl weist eindeutig auf den einzuschlagenden Weg hin. Der führt dann auch schon mal über Küchenschränke und -utensilien an Gegnern vorbei. Gefährliche Seeigel werden einfach mit einem Löffel platt gehauen. Remy kann Gegenstände aufheben und sie verwenden oder sie als Stütze woanders abstellen. Menschlichen Gegnern muss er ausweichen. Oder sich unter einem Abtropfgestell oder Karton verstecken und mit diesem an den Gegnern vorbei schleichen. Witzig.

Ratatouille
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Thomas Richter

Ratatouille


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Thomas Richter am 26 Okt 2007 @ 07:16
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