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Raven's Cry: Review

  Personal Computer 

Am Anfang war das Meer. Die Jungs und Mädels von Reality Pump schickten euch auf eben dieses Meer hinaus, um ein Abenteuer voller Schiffe, nach Rum riechender Männer und Dirnen zu erleben. Leider war es mit diesem Abenteuer in der ersten Version von Raven's Cry schnell vorüber. Das Spiel entpuppte sich als absolut unspielbar. Wenige Wochen nach dem katastrophalen Start werfen die Entwickler ihrem gekenterten Projekt den Rettungsring in Form eines riesigen Patches zu. Ist die Kaperfahrt noch zu retten?

Idiot, Mobber, Triebtäter: Das Leben eines Vollzeitpiraten

Christopher Raven ist ein Pirat wie aus dem Bilderbuch. Es geht nichts über Rum, Frauen und leicht verdientes Gold. Jenes leicht verdiente Gold glaubt Raven zu finden, als er direkt zu Beginn des Spiels im Namen eines hochrangigen Spaniers eine Auftrags-Seebestattung vollziehen soll. Ohne zu zögern geht Raven seinem Piratenhobby nach und schickt das Schiff unter spanischer Flagge wie befohlen gen Meeresboden. Als er sich seine "wohlverdiente" Beute abholen möchte, betrügt ihn sein Auftraggeber und versucht ihn zudem noch wegen Piraterie ins Kittchen zu werfen. Nur leider deckt sich das nicht mit Ravens Zukunftsplänen: Kurzerhand metzelt er die herbeieilenden spanischen Soldaten nieder und flieht, gemeinsam mit seinem Freund, dem Schwarz-Rumbrenner Marcus, nach Saint Lucia. Auf der Flucht vor den Spaniern, ohne Schiff und ohne Mannschaft - das ist wahrlich kein Leben für einen Piraten von Ravens Kaliber. Glücklicherweise stolpert er direkt in ein Schiff hinein. Alles, was er tun muss, ist, die Mannschaft von ihrem vollkommen beschränkten Kapitän, der auch gern mal seine Besatzung anpinkelt, zu befreien und die Kontrolle über die Nussschale mit Segel zu übernehmen. Gesagt, getan. Mit Schiff und Manneskraft geht es hinaus aufs freie Meer. Auf der Jungfernfahrt entdeckt Raven jedoch ein überfallenes Schiff. An Bord des leergeräumten Schoners macht er eine folgenschwere Entdeckung: Der einstige Kapitän wurde mit aller Brutalität an das Steuerruder seines eigenen Kahns gepfählt. Das alles kann nur eins bedeuten: Neville, der Pirat, der Ravens Vater den gleichen schrecklichen Tod bereitete, ist in die Karibik zurückgekehrt.

Auf der Suche nach Rache und Vergeltung fällt Raven nur eine Person ein, die bei der Hatz nach Neville nützliche Informationen liefern kann. Santorio, der berüchtigtste Piratenjäger der sieben Weltmeere, ist berühmt für seinen gnadenlosen Umgang mit Piraten. Klingt schon absurd, wird aber noch besser. Als Raven im Angesicht des Piratenkillers steht und von ihm Informationen fordert, verrät Santorio, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, Raven den Zugang zu seiner geheimen Insel.

Viel Arbeit für wenig Bares

So unglaublich das Ganze jetzt auch klingen mag, mehr hat die Geschichte um den Piraten und seine vor Intelligenz fast explodierende Crew nicht zu bieten. In den folgenden Missionen schippert ihr gelangweilt von Insel zu Insel, sucht nach irgendwelchen unpassend verkörperten Auftraggebern und erledigt eine Handvoll Quests der Marke "Töte mal schnell jenen", "Foltert diesen" oder "Besorgt vier Gegenstände der Bauweise XY". Die sich in Klischees wälzende Story verliert dadurch weitgehend an Qualität, da die Inszenierung der Missionen rund um die wilde Piratenjagd furchtbar schlecht gelungen ist. Dass das Modell der abwechslungsarmen Quests aber durchaus funktionieren kann, haben Titel der beliebten Assassin's-Creed-Reihe ja bereits bewiesen.

Raven's Cry
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Patrick Recknagel

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Patrick Recknagel am 13 Mrz 2015 @ 13:02
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