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Red Ocean: Review

  Personal Computer 

Vergleiche mit Far Cry drängen sich auf, wenn man sich die Grundrisse der Red Ocean-Handlung anschaut. Die Helden heissen beide Jack und haben sich beide für Berufe auf hoher See entschieden. Ob der Ego-Shooter der Hannoveraner Entwickler allerdings auch spielerisch mit dem Toptitel aus Coburg vergleichbar ist? Nachfolgend erfahrt ihr es.

Eine Tauchfahrt, die ist tödlich...

Es ist ein Tag wie jeder andere. Jack Hard fährt mit einem seiner zahlenden Tauchschüler aufs Meer hinaus. Doch während der Sightseeing-Tour am Meeresgrund entdecken die beiden einen gigantischen Unterwasserkomplex. Danach ist Schluss mit der Routine. Jack und sein Schüler werden in die Station hineingespült. Jack überlebt als Einziger und muss feststellen, dass es sich um keine verlassene Anlage handelt. Hier sind skrupellose Terroristen der Organisation United Arms am Werk, die ihn direkt mit Feuersalven begrüssen.

Was faselten wir da von Ähnlichkeit mit Far Cry? Nun ja, statt auf einer Insel ist man unterhalb der Meeresoberfläche unterwegs. Das war es aber schon so ziemlich mit Gemeinsamkeiten. Streng lineare Levels mit massig Gegnern stehen auf dem Plan. Fahrzeuge? Alternative Routen? Fehlanzeige. Dafür gibt es aber ein cooles Feature, das leider viel zu selten zum Einsatz kommt. Gerade noch in metallisch-düsteren Gängen unterwegs, bricht im anderen Moment plötzlich die Seitenwand ein. Das gesamte Areal füllt sich blitzschnell mit Wassermassen. Zum Glück trägt Jack stets seinen Taucheranzug samt Sauerstoffversorgung.

In solchen Situationen gilt es trotzdem, schnellstmöglich einen Weg ins Trockene zu finden. Der Sauerstoff ist schliesslich knapp. Ein grosses Problem stellt dieses Vorhaben sowieso nicht da, denn auch die Tauchsequenzen sind eher kurz und linear gehalten. Keine Spur von Umwegen, die eventuell in verborgene Bereiche mit Extras führen. Zumindest nicht im Wasser. Verstecke gibt es lediglich innerhalb der Stationen.

Angebot und Nachfrage

Ganz nett gemacht sind einige zerstörbare Objekte, meist aus Holz bestehend. Wenn in den gnadenlosen Gefechten Kisten, Regale und Tische zu Bruch gehen oder Betonpfeiler in Mitleidenschaft gezogen werden, kommt das schon ein Stück weit der Atmosphäre zugute. Leider trifft das nicht auf die Schergen der United Arms zu. Es gibt nur eine Handvoll Gegnertypen, bewaffnet mit Schnellfeuerwummen oder Energieknarren, die Jack auch selbst im Spielverlauf nutzen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Jungs nicht besonders schlau verhalten. Okay, sie suchen Deckung und zeigen auch in Ansätzen, dass sie Taktiken wie das Flankieren des Feindes beherrschen. Andererseits sehen sie sich geworfenen Granaten aber meist hilflos ausgeliefert, oder sie ballern auch mal auf eigene Leute, sofern diese sich in der Schusslinie befinden.

Schwierig sind die Schusswechsel eigentlich nur, weil sich die Maussteuerung unabhängig von der eingestellten Detailstufe leicht ruckelig anfühlt. Zudem haben es die Entwickler versäumt, Medikits fair und sinnvoll zu verteilen. So gibt es Stellen mit einem Überangebot an medizinischer Versorgung, obwohl sie in der Menge völlig fehl am Platze ist. An anderen Orten fehlt sie dann wiederum. Etwa wenn ihr euch inmitten einer grossen Halle befindet und von allen Seiten Gegner heranstürmen. Dieses Ungleichgewicht sorgt mancherorts für Frust und zieht die Spieldauer unnötig in die Länge.

Red Ocean
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 01 Apr 2007 @ 16:14
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