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Red Orchestra - Heroes of Stalingrad: Review

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Mit der Schlacht um die Stadt Stalingrad wendete sich 1942/1943 das Blatt für die deutsche Armee. Der Feldzug gegen Russland geriet ins Stocken, und die Rote Armee konnte erstmals bedeutende Siege gegen die ansonsten weit ins Inland der Sowjetunion vorgerückten Streitkräfte Deutschlands verzeichnen. Es war der Anfang vom Ende. Mehr als 700.000 Tote und die Kapitulation einer ganzen Armee läuteten allmählich den Niedergang Nazideutschlands ein. Mit Red Orchestra - Heroes of Stalingrad dürft ihr nun auf beiden Seiten diese erbitterte Stellungsschlacht mit bis zu 63 weiteren Spielern pro Server nacherleben.

Make Something Unreal-Contest

Das in Roswell - das Roswell ohne Aliens - beheimatete Spielestudio Tripwire Interactive gibt es schon eine ganze Weile. Die ursprünglich aus der Modder-Szene stammenden Entwickler haben in ihrer mehrjährigen Schaffenszeit bislang aber nur drei Spiele veröffentlicht. Neben Killing Floor, ein gut gemachter Zombie-Shooter, debütierten sie 2006 mit Red Orchestra - Ostfront 41-45 auch im Segment der Multiplayer-Spiele. Doch anstatt ein Spiel für den Massenmarkt zu produzieren, wollten sie sich insbesondere durch einen hohen Grad an Realismus von der Konkurrenz abheben. Gesponsert wurde das Projekt durch den ersten Platz beim Make Something Unreal-Wettbewerb von NVIDIA. Mit Red Orchestra - Heroes of Stalingrad, dem offiziellen Nachfolger, verfolgt man dieses Konzept nun weiter. Doch anstatt gleich einen ganzen Kriegsabschnitt über mehrere Jahre hinweg als Grundlage für das Spiel zu nutzen, konzentriert man sich lieber auf eine einzige Schlacht, nämlich jene um Stalingrad im Herbst 1942.

Während der Vorgänger hauptsächlich noch weitläufige Landschaften entlang der Ostfront bot, schickt euch der Nachfolger in einen erbarmungslosen Stellungskrieg inmitten einer Grossstadt. Die neuen Maps des primär auf den Mehrspielermodus ausgelegten Shooters sind entsprechend urban geprägt. Mal wird um einen Industriekomplex bei Nacht gekämpft, ein anderes Mal entbrennt eine erbitterte Schlacht in einem ausgebombten Bahnhof. Zwar gibt es auch einige offene Plätze, grössere Strassenzüge oder kleinere Parkanlagen, ansonsten dominiert jedoch der Häuserkampf. Teilweise wird sogar um einzelne Stockwerke gekämpft. Die Deckung ist auch bitter nötig, denn Scharfschützen haben in diesem Spiel einen besonderen Vorteil. Nahezu jeder Treffer ist sofort tödlich. Wer das Glück hat, nur verwundet worden zu sein, der kann mit Hilfe von Bandagen die Blutung stoppen. Allerdings ist euer Vorrat an lebensrettenden Bandagen sehr begrenzt, einen Arzt als spielbare Charakterklasse gibt es nicht. Schafft ihr es nicht, die Wunde abzubinden, verfärbt sich der Bildschirm allmählich auf dramatische Weise schwarz und euer virtueller Soldat verblutet langsam im Schnee.

Doch damit es gar nicht erst so weit kommt, müsst ihr jede Deckung ausnutzen, die ihr finden könnt. Dazu bietet euch das Spiel auf Knopfdruck ein automatisches Deckungssystem, welches mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Eigentlich solltet ihr per Mausklick mit Leichtigkeit an Fenstern, Mauervorsprüngen oder anderen Objekten, die euch vor den Augen des Feindes verbergen, einen Schuss oder mehrere Salven abgeben können. Da das Deckungssystem allerdings relativ starr zu sein scheint, passen die Abstände nicht immer. Mal kann ein Feind noch mühelos euren Kopf anvisieren, obwohl ihr euch in sicherer Deckung wägt. Ein anderes Mal schwingt ihr euch aus der Hocke in die Höhe, um aus einem Fenster zu schauen, nur um festzustellen, dass das Fensterbrett doch ein paar Zentimeter zu hoch ist und ihr nichts sehen könnt. Allgemein empfiehlt es sich jedoch, offene Bereiche möglichst zu meiden oder schnell zu durchqueren. Der Einsatz von Rauchgranaten kann den Gegner zusätzlich verwirren und die Sicht rauben.

Ähnlich wie in Brothers in Arms, gibt es auch hier ein Unterdrückungsfeuersystem. Besonders die MG-Schützen können feindliche Stellungen mit Munitionssalven unter Beschuss nehmen. Ein leicht verschwommener und sich gräulich einfärbender Bildschirm soll dann bei den Gegnern auf der anderen Seite Panik und Angstzustände simulieren. Trotz dieser grafischen Spielereien hat man aber dennoch genügend Überblick über das Geschehen.

Red Orchestra - Heroes of Stalingrad
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Alexander Boedeker

Red-Orchestra---Heroes-of-Stalingrad


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Alexander Boedeker am 02 Okt 2011 @ 14:14
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