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Reise zum Zentrum des Mondes: Review

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Drei Freunde erfüllen sich im 19. Jahrhundert den Traum von der Reise zum Mond. Nur einer kommt lebendig auf dem Erdtrabanten an und findet statt einer kahlen Oberfläche eine blühende Landschaft voll merkwürdiger Pflanzen vor. Willkommen bei der Reise zum Zentrum des Mondes, dem neuesten Render-Adventure von Kheops Studio.

Michel Arden ist beim Raketenstart im Projektil bewusstlos geworden. Als er aufwacht, befindet sich die Stahlkapsel mitten im Weltall und nimmt Kurs Richtung Mond. Seine beiden Freunde und Begleiter scheinen zu schlafen, doch wenig später stellt sich heraus, dass sie tot sind. Zu allem Überfluss wird auch noch der Sauerstoff knapp. Michel droht zu ersticken.

An dieser Stelle übernehmt ihr die Geschicke des Hobby-Astronauten und findet euch in einer typischen und flüssigen 360-Grad-Ansicht wieder, wie ihr sie auch aus Myst oder von anderen Render-Adventures her kennt. Ungewöhnlich ist, dass ihr direkt am Anfang bereits euer Bildschirmleben verwirken könnt, solltet ihr nicht schnell genug die Sauerstoffversorgung auf Vordermann bringen. Auch im späteren Spielverlauf könnt ihr relativ leicht sterben, etwa bei Sprungsequenzen in Form von Reaktionsspielchen, werdet dann aber jedes Mal wieder kurz vor den Todespunkt zurückgesetzt.

Die Rätsel sind vielfältig und durch meist fehlende genauere Hinweise sehr knackig. Ihr müsst Gegenstände miteinander kombinieren, Farb- und Symbolrätsel lösen und euch sogar als Koch und Botaniker versuchen. Nach der Mondlandung trefft ihr nämlich auf nicht gerade freundlich gesinnte Lebewesen, darunter auch gefährliche Pflanzenarten und merkwürdige Ausserirdische, die wichtige Zugangswege blockieren und irgendwie besänftigt werden wollen. Auch mechanische Puzzles stehen auf dem Programm, etwa um Metalltore zu öffnen oder Maschinen in Gang zu bringen.

Das Vollbild-Inventar wurde fast eins zu eins aus früheren Kheops Studios-Titeln wie Das Geheimnis der vergessenen Höhle oder Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel übernommen. Unbedingt optimal ist das ewige Hin-und-her-Schalten zwischen Spiel und Inventar nicht gerade. Doch schon relativ früh sammelt sich eine Unmenge an Gegenständen an, die ein herkömmliches Inventar am oberen oder unteren Bildschirmrand schnell sprengen würde. Trotzdem hätten die Entwickler so langsam mal an der Übersicht schrauben können. Sinnvoll wären zum Beispiel einzelne Reiter innerhalb des Inventars, die automatisch nach Materialien sortiert werden. Vielleicht ein guter Vorschlag für das nächste Adventure aus dem Hause?

Grafisch präsentiert sich das Spiel eher düster und skurril. Kein Wunder, bietet der Mond nun einmal keine paradiesischen Strände und Inselgebiete wie Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel. Dennoch kann sicher der Render-Look schon sehen lassen. Weniger toll ist dagegen die deutsche Sprachausgabe. Zwar ist meist eh nur Michel Arden zu hören, doch wirken die Synchronsprecher allgemein nicht sehr professionell - geschweige denn motiviert. Der Rest der Soundkulisse geht aber in Ordnung.

Reise zum Zentrum des Mondes
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 13 Nov 2005 @ 09:31
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