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Rise of Nations: Review

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Age of Empires 1 und 2, Age of Mythology - die Liste der Erfolgs-RTS-Games aus dem Hause Microsoft ist schier unendlich. Jetzt machen sich die Redmonder wieder einmal durch ein Produkt aus dem eigenen Hause Konkurrenz. Die Rede ist von Rise of Nations, ein Titel, der besonders auf historische Authentizität Wert legt. Viele verschiedene Völker, von der Antike bis zum Informationszeitalter, und eine recht ansprechende Optik versprechen ein RTS-Game der Superlative. Wir verraten euch, ob sich ein Kauf lohnt!



Von Schwertern und Präzisionsgewehren

Der Singleplayer-Part von Rise of Nations kann man am besten mit Medieval vergleichen. Anstatt einer sterilen Kampagne, die immer nur nach bestimmten Missionen und Skripten Mission für Mission für den Spieler bereithält, besitzt Rise of Nations einen so genannten Welteroberungsmodus. In diesem sieht man die komplette Welt, eingeteilt in die jeweiligen Länder. Zu Beginn des Spiels kann man sich für eine der vielen verschiedenen Nationen entscheiden, die man spielen möchte. Damit sich keine Langeweile einstellt, spielt sich natürlich jedes Volk anders. Die Deutschen haben einen Vorteil im Zweiten Weltkrieg durch eine verbesserte Panzerproduktion, andere Völker hingegen haben Vorteile im wirtschaftlichen oder aber technologischen Bereich. Dennoch konnte im Test der Welteroberungsmodus nicht überzeugen. Was hätte man alles aus diesem machen können? Jedenfalls haben die Entwickler hier definitiv keine gute Arbeit geleistet. Man kann lediglich Armeen verschieben sowie Frieden und Krieg mit anderen Völkern schliessen, all diese Aktionen kosten ein gewisses Mass an Tribut, welches man zum Beispiel durch das Erobern eines fremden Landes verdienen kann. An dieser Stelle merkt man deutlich, dass Brian Reynolds, der Chef-Entwickler von Civilization, seine Finger mit im Spiel gehabt hat. Kommt es im Welteroberungsmodus zu einem Kampf, schaltet das Spiel automatisch in die altbekannte 2D/3D-Sicht, in welcher man wie aus Age of Empires gewohnt, seine Einheiten über die Spielfläche schicken und natürlich seine Städte ausbauen darf.

Allerdings halten sich hier die Siegesbedingungen stark zurück. Ausser dem Ziel, alle feindlichen Einheiten in einem gewissen Zeitraum von der Karte zu fegen oder aber zum Beispiel innerhalb von 90 Minuten die feindlichen Attacken zu überleben, bleibt nicht mehr viel übrig, lediglich die Spezialmissionen, in denen man keine neuen Einheiten bauen kann, machen für eine Zeit lang Spass - ansonsten ist der Singleplayer-Part relativ mau ausgefallen, da die Missionen praktisch nur ein erweiteter Geplänkel-Modus sind. Neben einem Tutorial und einem echten Geplänkel-Modus bleibt hier für den Singleplayer-Spieler nicht mehr viel übrig. Abhilfe könnte vielleicht der mitgelieferte Editor bringen, in welchem man nicht nur neue Missionen erstellen, sondern diese sogar mit Skripten versehen kann.

Dass das Konzept des Spiels im Welteroberungsmodus nicht funktioniert, zeigen auch einige logische Bugs, so ist es zum Beispiel völlig unlogisch, dass alle Völker zur gleichen Zeit um eine Epoche aufsteigen. Auch die Tatsache, dass man die bereits erforschten Felder im Strategiepart in der nächsten Mission erneut erforschen muss, spricht nicht für sich... Somit kann man sagen: Wer über einen langsamen Internetanschluss verfügt oder einfach keine Flatrate besitzt, kann getrost auf Rise of Nations verzichten, der Singleplayer-Part ist sein Geld schlicht und einfach nicht wert.

KI = menschlicher Gegner?

Wer sich dennoch dem Skirmish-Modus stellt, um sich auf menschliche Gegner vorzubereiten, wird erstaunt sein, wie gut doch die KI des Spiels arbeitet. In äusserst menschlichen Zügen plant die KI Angriffe, baut ihre Städte aus und versucht auch sonst alles, um den Spieler zu schaden.

Rise of Nations
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 13:24
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