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Risen 3 - Titan Lords: Review

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Mit Risen 3: Titan Lords hat Piranha Bytes zwar nicht das Ende der Rollenspielreihe, wohl aber den Abschluss der Trilogiegeschichte rund um die Titanenlords veröffentlicht. Wir haben uns über 45 Stunden lang durch das neue Werk der Essener Spieleschmiede gekämpft und gesammelt.

Hi, bin ich neu hier?

Wie bisher jedes Rollenspiel von Piranha Bytes wartet auch Risen 3: Titan Lords mit einem namenlosen Helden auf. Einem anderen als in den beiden Vorgängern. Einem, der aufgrund seiner Hintergrundgeschichte wenig geheimnisvoll und charismatisch erscheint. Er ist nämlich der Bruder der Piratin Patty und somit der Sohn des berüchtigten Kapitäns Stahlbart, der Risen-Kennern sicherlich ein Begriff ist. Für uns ergibt es wenig Sinn, dass man dem Kind in diesem Fall keinen Namen gegeben hat, ist der Protagonist doch in Teilen der Spielwelt kein Unbekannter. Wie auch immer: Alles beginnt damit, dass der Namenlose mit seiner Schwester auf einer Insel unterwegs ist, um einen Schatz zu bergen. Kurze Zeit später wird klar, dass das Ganze eine Falle war, treffen wir doch auf aggressive Kreaturen aus der Unterwelt, die offensichtlich durch ein Kristallportal in die Welt der Menschen eingedrungen sind. Ein so genannter Schattenlord, ein mächtiger Skelettmagier, haucht uns am Ende das Lebenslicht aus. Risen 3: Titan Lords endet mit unserer Beerdigung. Game over.

Nein, Spass beiseite. Das Spiel fängt an dieser Stelle schliesslich gerade erst an. Ein Typ namens Bones holt unsere Leiche aus dem Grab und belebt uns wieder. Allerdings nicht ohne unangenehme Nebenwirkungen, ist unsere Seele doch im Schattenreich gefangen. Ein Zustand, der am seelenlosen, aber ansonsten noch erstaunlich fit wirkenden Helden nagt und in Schlafphasen für Albträume sorgt, die uns kurzzeitig in die bizarre Seelenwelt versetzen. Dort treffen wir auf diverse Charaktere und Geschöpfe, die in vorigen Risen-Teilen das Zeitliche segneten. Ausserdem können wir so genannten Seelenstaub sammeln und in die Echtwelt mitnehmen. Wofür genau der nützlich ist, verraten wir nicht.

Die Seelenkomponente sehen wir mit gemischten Gefühlen und halten sie für eher inkonsistent. So müssen wir mit Entgegenkommen und guten Taten dafür sorgen, dass unser Seelenzustand auf einem hohen Niveau bleibt, da wir andernfalls an Menschlichkeit verlieren und es uns mit einigen Charakteren verscherzen. Warum wir aber selbst beim Ausräumen von Armenhäusern keine Seelenpunkte verlieren, wohl aber, wenn wir einem vorlauten Idioten gegenüber eine etwas härtere Gangart einschlagen, bleibt das Geheimnis der Entwickler. Ausserdem haben uns die langweiligen Zwangsabstecher ins Schattenreich genervt, wenn wir eigentlich nur bis zu einer bestimmten Tageszeit schlafen wollten.

Spielerische Freiheit

Ähnlich wie Gothic III ist das neue Risen von Beginn an sehr offen gestaltet. Diesmal gibt es aber mehrere übergeordnete Ziele, die wir nach eigenen Wünschen angehen dürfen. Neben der Wiedervereinigung von Körper und Seele steht etwa das Erreichen einer Allianz zwischen allen grossen Fraktionen des Fantasy-Reiches auf der Agenda. Nur wenn Piraten, Magier, Inquisition, Dämonenjäger und der Eingeborenenstamm der Kila zusammenarbeiten, kann die dunkle Bedrohung, die über Kristallportale in die Menschenwelt eindringt, aufgehalten werden. Leichter gesagt, als getan, sind sich die einzelnen Gruppierungen doch alles andere als grün. Folglich müssen wir uns mit den typischen Handlangerarbeiten, Botengängen und Gefallen die entsprechende Reputation verdienen, um die Entscheidungsträger zu überzeugen.

Risen 3 - Titan Lords
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Daniel Boll

Risen-3---Titan-Lords


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Daniel Boll am 16 Sep 2014 @ 16:40
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