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Rising Kingdoms: Review

  Personal Computer 

Ein Setting im Fantasy-Stil. Drei unterschiedliche Kampagnen aus Sicht von Menschen, Waldwesen und Sinistri laden zum Verweilen ein. Die Spielmechanik erinnert frappierend an Spiele wie Starcraft und Warcraft. Da sollte doch ein ansehnliches Spiel am Ende bei rauskommen, oder etwa doch nicht?


Mit welcher Rasse ihr das Spiel beginnen möchtet, bleibt euch überlassen. Dabei wird euch die Handlung während des Spielens kontinuierlich erzählt, wobei das Volk der Sinistri den Anfang der Geschichte präsentiert. In drögen Dialogfenstern erfahrt ihr, warum das Unheil gleich zweimal über die Landschaften von Equiada herziehen soll, bevor endlich die dunklen Mächte ein für allemal vernichtet werden können. Schlimm genug, dass ihr euch mühsam durch die vielen Textzeilen klicken müsst. Doch auch die restliche Präsentation zaubert zunächst kein Lächeln auf das Gesicht. Das bulgarische Entwicklerteam beweist immerhin Mut und lässt uns in eigentlich nicht mehr zeitgemässer 2D-Optik durch die Lande ziehen. Doch ein nicht unerheblicher Anteil von Strategie-Fans freut sich bei 2D-Spielen oftmals über die liebevoll gestalteten Details und die manchmal bessere Übersichtlichkeit.

Dabei wirkt Rising Kingdoms aufgrund abgehakter Animationsstufen bei den Einheiten sehr veraltet. Aufgrund der Sprite-Grafik können auch Besitzer von älteren Rechnern zuschlagen. Lediglich bei Massenschlachten gibt es ein leichtes Ruckeln zu verzeichnen, was sich aber nicht unbedingt negativ bemerkbar macht. Sehr unterschiedlich ist die akustische Seite geworden. Ist die musikalische Untermalung noch als gelungen zu bezeichnen und fördert die Spielatmosphäre, sind viele der deutschen Sprachsamples in die Hose gegangen. Viele der Befehlsbestätigungen nerven bereits nach wenigen Minuten und wirken lächerlich.

Trotz der technischen Schwächen bietet Rising Kingdoms grundsolide Echtzeitstrategie-Kost. Typischer Basisbau und Weiterentwicklung, Rohstoffabbau, die Erstellung einer schlagkräftigen Armee und der Einsatz von Veteranen, die als besonders starke Einheiten fungieren, sind Eckpunkte vieler typischer Spiele dieser Gattung. Auch in den Missionen erleben wir Altbewährtes. Verteidigung einer Stadt, Eroberung eines Gebietes. Das Missionsdesign bietet somit auch keine Neuerungen. Kurzum: Für durchschnittliche Aufregung ist genauso gesorgt wie für bekannte Langeweile. Das berühmte "Stein-Schere-Papier"-Prinzip greift auch in Rising Kingdoms. Jede Rasse wartet mit acht unterschiedlichen Einheiten auf, die allesamt Stärken und Schwächen gegenüber anderen Truppentypen aufweisen. Neben den feindlichen Armeen warten auf den Karten aber auch unabhängige Siedlungen, in denen Trolle, Elfen, Nomadenvölker oder auch Drachen auf eure Mannen warten. Die bei der Eroberung dieser Siedlungen erhaltenen Bonusfähigkeiten erweisen sich in den Schlachten als nützlich, trüben aber aufgrund ihrer enormen Aufladezeit nicht das Balancing, was erfreulich ist.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 24 Jul 2005 @ 17:59
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