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Saints Row - Gat Out of Hell: Review

  Personal Computer 

Kinzie Kensington hat Geburtstag, im Weltraum. Nach der Zerstörung der Erde blieb dem 3rd Street Saint nichts weiter, als ins üppige Nichts zu emigrieren. Besonderes Highlight der Party: ein Ouija-Brett. Das zerrt den überkrassen Ex-Protagonisten der letzten vier Spiele (und US-Präsidenten im Nebenerwerb) kurzerhand in die Hölle, damit er als härtester Badass aller Zeiten die Tochter des Teufels zur Gemahlin nimmt. Johnny Gat, bester Freund des verschwundenen Bosses, zückt kurzerhand die Waffe, ballert ein Loch ins böse Holz und zwingt es, Kinzie und ihm Zugang zur Unterwelt zu verschaffen. Jetzt müssen die beiden nur noch eins: Den Teufel finden und ihm ins Gesicht schiessen. So der Plan ...

Von Sci-Fi zu Untergrund-Odyssee

In der Hölle angekommen, erblickt ihr, oh welch' Überraschung, eine Stadt. "New Hades" hat dabei erstaunliche Ähnlichkeit mit der inzwischen vaporisierten Stadt Steelport, fällt einzig ein wenig kleiner aus und gleicht einer Mondlandschaft, welche in einem Meer aus Lava schwimmt. Fliegende Häuser, schwebende Felsen, herumsausende Dämonen und jede Menge skurriler Werbeflächen für Immobilien, Höllen-Wirtschaftsunternehmen, Banken und allerhand nicht jugendfreien Krams komplettieren das Bild. Durch die Strassen laufen jetzt keine Aliens mehr wie im Teil zuvor, stattdessen wandeln verlorene Seelen wie Zombies über die Gehsteige oder fahren in ihren ramponierten Autos durch die Stadt. Die sehen fast aus wie in der echten Welt, nur kaputter und vergangener - schlicht und ergreifend morbide. Zwar lassen sich die Autos auch hijacken - ihr überaus unterirdischer Zustand lässt das nicht zwangsläufig vermuten - jedoch gibt es dank riesiger Engelsflügel und Supersprint, die ihr gleich zu Beginn des Spiels spendiert bekommt, keinerlei Bedarf, auf vier Rädern zu cruisen.


Gut, da ihr jetzt schon in der Hölle seid, was ist eigentlich genau zu erledigen? Vom Teufel und dessen Visage gibt es weit und breit keine Spur - Johnny und Kinzie müssen sich also noch ein klein wenig gedulden, bevor sie ihre polierten Kugeln zwischen dessen Augen versenken dürfen. Der Fürst der Finsternis tritt nämlich nur demjenigen entgegen, der sich seiner als würdig erweist. Um nun seine Aufmerksamkeit zu erregen, gilt es, dem Teufel mal so richtig ans Bein zu pinkeln, so viel Chaos wie nur möglich zu verbreiten und peu à peu die Bezirke von New Hades in eure Gewalt zu bringen. Das schafft ihr, indem ihr eine Handvoll Aufgaben in jedem Bezirk erledigt. Die sind, wenn auch in etwas anderer, weniger untoter Form, bereits aus den Vorgängern bekannt. Ob ihr nun Horden von Dämonen aufs Neue in die Hölle schickt, innerhalb von drei Minuten so viel Zerstörung in der Stadt anrichtet, wie es euch nur möglich ist, Studenten mit einem stacheligen Cricketschläger durch punktgebende Tore prügelt, ihr fliegend herunterfallende verlorene Seelen aus der Luft fischt oder euch beim "Folterbetrug" nixenhaft vor heranfahrende Autos stürzt, um eine möglichst hohe Zahl an Jahren für die Absolution herauszuschlagen - keine dieser Aufgaben bietet eine wirkliche Story, ist aber in ihrem Mass kindischer, gewaltverherrlichender Unterhaltung kaum an Lustigkeit zu übertreffen. Dazu tragen auch die sammelbaren Audiokommentare, die überall verstreut sind, bei. Im Vorbeigehen sammelt ihr dann noch ein paar blau leuchtende Kugeln ein, die zu Hunderten in der Stadt verteilt sind, und verbessert damit ein paar eurer Flugeigenschaften.

Saints Row - Gat Out of Hell
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Patrick Recknagel

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Patrick Recknagel am 21 Jan 2015 @ 21:06
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