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Sea Wolves: Review

  Personal Computer 

Manchmal ist es herrlich, ein Spiel zu testen, dessen Namen man bislang noch gar nicht gehört hat. Diese Überraschungsspiele haben ihren ganz eigenen Charme. Es ist fast wie in alten Zeiten, als man Spiele einfach wegen ihrer schicken Verpackung oder des günstigen Preises gekauft hat. Heutzutage erlebt man als Spieletester diese Effekte fast nur noch mit Shareware-Titeln, die aufgrund ihres Potentials doch als Verkaufsversion in den Händlerregalen landen. Oftmals haben die Publisher mit ihrem Verdacht des Verkaufserfolgs recht. Doch genauso oft kratzen wir uns verständnislos den Hinterkopf, weil wir gar nicht fassen können, dass dieses Stück Software tatsächlich verkauft wird. Im Falle von Sea Wolves können wir frühzeitig Entwarnung geben. Vom Spieleschrott ist das Spiel seemeilenweit entfernt. Leider aber auch von einem lohnenswerten Spielerlebnis.


Eines muss man den Entwicklern von Alawar Entertainment lassen: Mut zur Farbe haben sie reichlich im Spiel bewiesen. Der Grafikstil erinnert an alte Arcadezeiten, es geht quietschbunt auf dem Monitor zu. Zwar offenbaren sie uns ein Endzeitszenario, in der die Pole der Erde geschmolzen sind und die Kontinente fast vollständig überflutet wurden. Doch statt trüber Zukunftsaussicht wirkt das Geschehen geradezu fröhlich, was hauptsächlich an der Farbgebung, jedoch auch an den im Spiel enthaltenen Objekten liegt. Alle Weltmeere werden von Piraten beherrscht, die auf der Suche nach den Schätzen der Erde sind, um ihr Überleben zu sichern. Auch ihr seid als Kapitän einer kleinen Fregatte unterwegs, um euch euer Einkommen zu sichern.

Aus einer erhöhten Ansicht betrachtet ihr euer Schiff und die Umwelt. Wenig detailreiche Schiffe, Inseln und Gebäude wie Hafenanlagen oder Seefestungen sind keine Freude für die Spieleraugen, lassen jedoch ein einheitliches und stimmiges Gesamtbild entstehen. Imposant kommen lediglich die Waffeneffekte daher, da sie wie in den alten Arcade-Ballerspielen als leuchtende Kugeln über den Bildschirm gefeuert werden. Da die Wasseroberfläche mit schicken Lichteffekten zu glänzen weiss und es zudem auch Tag- und Nachtwechsel zu bestaunen gibt, wird das Spiel in den ersten Minuten nicht langweilig. Mit der Tastatur steuert ihr euer Schiff und feuert per Tastendruck wahlweise die Backbord, Steuerbord oder Bugkanonen ab. Aus allen Himmelsrichtungen steuern Feinde auf euch zu, denen ihr Dank unendlicher Munition fette Salven entgegenfeuert. Gelegentlich greifen euch auch Flugzeuge und Zeppeline aus der Luft an, doch glücklicherweise habt ihr auch eine zielsuchende Rakete an Bord, die den Widersachern rasch den Garaus bereiten.

Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich zwischen kinderleicht und wenig anspruchsvoll. Erst im späteren Spielverlauf beharken euch regelrechte Gegnermassen, die an eurer Gesundheitsanzeige, sprich dem Schiffsschaden, nicht nur kratzen, sondern euch auch mal versenken können. Dann setzt euch das Programm zum letzten Speicherpunkt zurück und ihr könnt euch erneut mit den feindlichen Einheiten anlegen. Spezialwaffen und die von euch kaufbare, bessere Schiffsausrüstung erhöhen eure Überlebenschancen auf der schicken See.

Sea Wolves
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 01 Mai 2005 @ 17:06
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