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Second Life Starterkit Apfelland: Review

  Personal Computer 

Mit dem Starterkit Second Life: Apfelland sollen sich Einsteiger ohne zu stolpern in Second Life zurecht finden. Ob das Vorhaben von Arktis Software aber wirklich Früchte trägt? Für den Hersteller zumindest schon.

Second Life, die Zuflucht für all diejenigen, die in der realen Welt kaum Ansehen geniessen, Sex ausschliesslich von der Mattscheibe kennen oder Werber sind, schlimmstenfalls alle drei Attribute auf einen Schlag besitzen. Okay, diese Beschreibung trifft sicher nicht auf alle Second-Life-Spieler zu. Wer schlau genug ist, bemerkt schon relativ früh, dass es sich in dieser stotternden, virtuellen Welt lediglich um einen kunterbunten Konsumtempel handelt. Arktis Software unterstreicht dies mit seinem Starterkit zur deutschsprachigen Apfelland-Gemeinschaft wieder einmal mehr. Seit SL in aller Munde ist, spriessen kommerzielle Anbieter wie Pilze aus dem Boden. Kaum eine Ecke, die nicht zu Geld gemacht wird. Nie war George A. Romero's gesellschaftskritischer Film "Zombie" ("Dawn of the Dead" von 1978) näher: das weltgrösste Cyberspace verfrachtet den zum Zombie mutierten Nerd direkt in das Einkaufszentrum der Zukunft. Mit schier grenzenloser Freiheit bauen nun nicht mehr nur Geschäftemacher ihre Konsumtempel - jetzt errichten selbst die Konsumenten die Säulen dafür.

Endlich auch mal V.I.P. sein

Arktis wirbt damit, besonders viel Wert auf den deutschen Spieler zu legen. Auf der CD des Second Life Starterpakets "Apfelland" findet dieser nicht nur die Installations-Software zu Second Life (mit deutscher Oberfläche), die aber sowieso online herunterladbar ist, sondern auch eine zweiunddreissigseitige, gedruckte Spieleinführung und einen V.I.P.-Code. Nach der Installation ist das Material von der CD eh längst veraltet und der Benutzer wird aufgefordert, seine Software zu aktualisieren. Was auch schon mal mehr als nur einen zehn-Megabyte-Download forciert.

Über die Aufmachung von Handbuch und Verpackung muss sich der anspruchsvolle Spieler ein wenig wundern. Stellenweise liegen weisse Grafikelemente auf weissem Text (!), was die Lesbarkeit, sagen wir mal, ein wenig einschränkt. Das in gestalterischer Hinsicht als Flickwerk dargereichte Handbuch führt mit viel Text und wenigen Bildern in die Grundlagen von Second Life ein. Dem Einsteiger wird verdeutlicht, was er kann. Was er nicht kann, erfährt er spätestens im Spiel selbst, wenn die unausgereifte Software den einen oder anderen Befehl verweigert oder fehlerhafte Objekte eine gezielte Verwendung verweigern. Nach dem Studium der doch sehr knappen Lektüre weiss der Neo-Second-Lifeler dann, wie man die Suchfunktion verwendet, mit seinem Inventar umgeht, chattet oder auch eigene Objekte erstellt - was Gott sei Dank einen Grossteil der Beschreibung ausmacht. Zahlreiche Möglichkeiten, die der Spieler in Second Life hat, werden gar nicht erst behandelt. Und das, worüber sich das Handbuch (oder besser: Heftchen) auslässt, ist gerade mal für den bequemen Einstieg ausreichend, aber nichts für den zukünftigen, professionellen Spieler. Der Schreiber des locker-flockigen Texts tut so, als wäre er bereits ein Duzfreund des Lesers und garniert sein Werk zu allem Überfluss auch noch mit dem einen oder anderen Smilie. Mit der typischen Arroganz und dem gefährlichen Halbwissen eines Mac-Users will er dem PC-Benutzer dann auch noch glaubhaft machen, dass sein Betriebssystem nicht mal eine Suchfunktion für Dateien hat: "Als Ergebnis sehen wir alle Ordner und Objekte, die den Begriff Hair (Haare) im Namen tragen. Ähnlich kennen wir das ja bereits von Spotlight (PC-User: bitte auf die entsprechende Kopie im nächsten Betriebssystem warten :)."

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Thomas Richter

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Thomas Richter am 09 Apr 2007 @ 10:06
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