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Serious Sam VR - The Last Hope: Review

  Personal Computer 

Wir versprachen mehr VR-Artikel, und ihr sollt sie auch bekommen. Unser Redakteur Jakob Gustavs hat sich für euch Serious Sam VR: The Last Hope angeschaut und um sich geschossen, bis die Trigger der Controller glühten.

AAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhh!

Serious Sam in Virtual Reality – klingt eigentlich ganz gut und gab es auch schon. Doch Serious Sam VR: The Last Hope macht einiges anders und möchte mehr sein als eine "VR-Mod" für bereits bestehende Titel. Anstatt wir uns also in wilder Hektik durch die Gegend teleportieren, um den Gegnermassen zu entkommen, stellt uns das Spiel an einen Punkt und sagt: "Hier hast du mehrere Hundert Gegner, mach mal!" Es handelt sich hierbei um einen Wave-Shooter im Serious-Sam-Universum.

Wer jetzt jedoch glaubt, dass er ein popeliges VR-Spiel mit vier Levels und einer Handvoll Waffen vor die Nase gesetzt bekommt, der irrt gewaltig. Mit 25 Levels, 16 Waffen, 36 Power-ups und 190 Waffenverbesserungen bietet Serious Sam einen Umfang, der sich durchaus sehen lassen kann. Doch Masse ist bekanntlich nicht alles. Und auch hier kann das Spiel punkten. Mit Maschinengewehr, Raketenwerfer, Pfeil und Bogen oder gar Schwert und Schild bietet Serious Sam eine breite Auswahl an Tötungswerkzeugen, die sich sehr unterschiedlich bedienen lassen und somit ein gutes Maß an Abwechslung bieten. Ebenfalls kreativ fallen durchaus auch die verschiedenen Levels aus. Diese sind zwar dem Genre entsprechend sehr starr, versuchen jedoch immer wieder durch kleine Besonderheiten herauszustechen. Persönliches Highlight war unter anderem ein Level, in dem wir in einem Fahrstuhl standen, der langsam nach oben fuhr, oder als wir ein anderes Mal in luftiger Höhe in einer Welt voller fliegender, kleiner Inseln standen und uns mit einem gigantischen Drachen angelegt haben.

https://www.youtube.com/watch?v=BnYorJy797I

Doch kommen wir zum wichtigsten Teil des Spiels: dem Geballer. Eines ist klar, Serious Sam VR würde nur halb so viel Spaß machen, wäre es ein stinknormales PC-Spiel. Doch mit der einwandfreien Bewegungserfassung unserer Touch-Controller fühlen wir uns wirklich wie ein Tausendsasser, der sich mit zwei Waffen gleichzeitig durch die Horden seiner Feinde schießt (und ja, auch wir waren versucht, "Die, die, die!" zu schreien und à la Reaper aus Overwatch um uns ballern). Zwar funktioniert das Schießen denkbar intuitiv und einfach, doch auf größere Entfernungen wird es mitunter sehr schwierig und anstrengend, etwas zu treffen. Die Waffen kommen nämlich ohne den üblichen Laserpointer aus, und auch mit Kimme und Korn zielt es sich nicht sehr gut (macht sich zugegebenermaßen mit einem Raketenwerfer auch etwas schwierig). Mit der Zeit bekommt man jedoch ein ungefähres Gefühl dafür, und die Trefferquote steigt deutlich. Wirklich belastend fanden wir lediglich den ersten Level, in dem wir mit nur einer Pistole ohne Automatikschuss ausgerüstet sind. Hier haben wir uns mehrmals durch das andauernde Betätigen des Triggers die Finger wundgeschossen. Das tut weder uns noch den Controllern gut.

Als fragwürdig empfanden wir hingegen die Gestaltung der fünf Schwierigkeitsgrade. Diese unterscheiden sich nämlich lediglich anhand der Anzahl an Gegnern, die es auf uns abgesehen haben. Während wir bereits auf "Normal" massive Probleme hatten, kam auf "Leicht" schon fast Langeweile auf. Grund dafür sind die großen Sprünge zwischen den Stufen. Denn es scheint so, als würde sich mit jeder Stufe einfach die Anzahl der Feinde verdoppeln (nein, wir haben nicht nachgezählt). Das ist nicht nur eine sehr mäßige Lösung, sondern bringt noch ein ganz anderes Problem mit sich: die Performance. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das Spiel mit einem leistungsstarken PC wie Butter läuft, doch je mehr Widersacher unterwegs sind (und es sind später wirklich viele (!) unterwegs), desto schlechter wird die Performance und endet zu guter Letzt in starken Framerate-Einbrüchen, die sich jedoch schnell wieder erholen, sobald wir die Gegner niedergemäht haben. Die Konsequenz, die wir daraus ziehen, ist, dass Spieler mit etwas schwächeren PCs auf höheren Schwierigkeitsgraden die Grafik (die ziemlich gut ist für ein VR-Spiel) runterstellen müssen. Und das ist furchtbar schade.

Serious Sam VR - The Last Hope
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Jakob Gustavs

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Jakob Gustavs am 07 Dez 2017 @ 15:17
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