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Silent Hunter 5: Review

  Personal Computer 

Die Silent Hunter-Reihe war bislang zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nie frei von Fehlern gewesen. Und auch beim aktuellen Teil sehen schnelle Käufer etwas bedröppelt durch das Spielspassperiskop. Und trotz der bislang erschienenen Patches fiel es unserem U-Boot- und Simulationsfan Markus mehr als schwer, den Test zu Silent Hunter 5 zu verfassen.

Neutraler Spieletester? Das fällt schwer, wenn man U-Boot-Spiele im Allgemeinen und die Silent Hunter-Reihe im Besonderen gerne auf dem Rechner hat. Sich früher nicht nur stunden-, sondern tagelang damit beschäftigt hat, virtuelle Bruttoregistertonnen auf den Meeresboden zu senden. Da kann dann die Enttäuschung über ein Produkt deutlich intensiver sein, wenn man sich auf die Veröffentlichung freut. Hat da jemand Fanboy gerufen? Nun, so weit sind wir noch nicht, schliesslich kann auch ein Fan mitunter kritischer über ein Spiel urteilen als ein Spieler, der sich nur ein paar Spielstunden mit dem Titel beschäftigt.

Ubisoft wollte offensichtlich der Reihe mehr Mittendringefühl verpassen. Weg vom schachähnlichen Spiel auf den Seekarten, hin zu einem authentischen Erlebnis an Bord der Stahlkolosse. Die Enge der Boote erleben, die Gefühlsschwankungen der Mannschaft mit ansehen müssen und dabei selbst den einen oder anderen ängstlichen Moment durchmachen, wenn der Stahl des Bootes allmählich im Gefecht nachzugeben droht, das Wasser eindringt und ihr im Chaos zusehen müsst, dass ihr die nächsten Schritte sorgfältig und klug plant und umsetzen lasst.

Die Art und Weise hat sich gegenüber vorherigen Versionen drastisch verändert. Statt mit komfortablen Tastenfunktionen, stattet ihr eurer Bordbesatzung nun persönlich als Kapitän einen Besuch auf ihrer Station ab, um ihnen neue Befehle zu erteilen oder mit ihnen ein kleines Gespräch abzuhalten. Ihr durchschreitet wie in einem Ego-Shooter euer Boot, klettert auf den Aussichtsturm, wenn ihr mal nicht abgetaucht seid, und schaut euch das herrliche Spiel der schönen Wellen an. Das trägt wesentlich zu einer glaubhaften Atmosphäre bei, sofern diese nicht durch grafische Fehlerchen wie plötzlich unsichtbare Crew-Mitglieder oder ähnliche Kleinigkeiten geschmälert wird.

Der Ansatz ist grundsätzlich grossartig, jedoch für das Spielerlebnis eher kontraproduktiv. Schnellzugriffstasten auf die einzelnen Stationen gibt es so gut wie nicht, stattdessen rennen wir wie bekloppt durch das Schiff, um neue Befehle zu erteilen. Also ab zum Seerohr, zurück zum Sonar und wieder ans Seerohr gelaufen: Das ist nervig und nach unserer Meinung auch nicht realistisch. Welcher Kapitän würde da nicht das Mittel der Kommunikation nutzen, statt sich die Füsse wundzulaufen? Ein einfacher Ausruf "Alaaaaaaaaarm!" hätte hier ja beispielsweise für die Mannschaft gereicht, um den Abtauchvorgang direkt einzuleiten.

Silent Hunter 5
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 22 Mrz 2010 @ 09:36
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