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Silent Hunter III: Review

  Personal Computer 

Meine Mannschaft schaut mich angstvoll an. Kurz nachdem wir den feindlichen Tanker angegriffen hatten, entdeckte uns der Zerstörer der Royal Navy und folgte unserem Kurs. Die Wassertiefe liess an dieser Stelle kein tiefes Abtauchen zu. Sollte das unser Ende sein? Wie viele Bruttoregistertonnen hatten wir bereits versenkt? Seit Tagen fahren wir nun schon an der Küste von England entlang und attackieren die Nachschubschiffe der Alliierten. Jetzt könnte ein einzelner kleiner Zerstörer unseren Tod bedeuten. Die Stille wird von einer gewaltigen Explosion zerrissen. Eine Wasserbombe lässt unser Boot erzittern. Ich weise an die Täusch-Körper auszusetzen und hoffe die Briten erkennen die Finte nicht. Die Zeit bleibt stehen...



Ja, diese Einleitung ist tatsächlich Bestandteil unseres Tests gewesen. Die schier unerträgliche Spannung in dieser Kampfsituation erlebten wir gleich im guten Dutzend, denn die U-Boot Simulation Silent Hunter III hat es geschafft, uns voll in ihren Bann zu ziehen. Bereits die beiden Vorgänger konnten uns in der Vergangenheit überzeugen, eine Empfehlung für Simulationsfans auszusprechen. Doch da die Präsentation der Spiele zu wünschen übrig liess, konnte das U-Boot der Silent Hunter Reihe in den Charts nie in den Top-Platzierungen auftauchen. Dies wird sich nun mit Sicherheit ändern, denn Ubisoft hat mit der Verpflichtung des rumänischen Entwicklerteams, die vorher nur mit mittelklassigen Fun-Racern in Erscheinung getreten sind, voll ins Schwarze getroffen.

In einem imposanten Meer, dessen Wellenbewegungen mal flach, mal stürmisch sind, gleitet das von euch kommandierte U-Boot dahin. Herrliche Lichtreflexionen verleihen dem Ozean ein authentisches Erscheinungsbild. Nie zuvor wirkte ein Meer derart echt! Egal ob bei romantisch anmutendem Sonnenuntergang oder stürmischem Wellengang mit stimmungsvollem Unwetter, virtuelle Kapitäne dürfen sich über wahres Seebären-Ambiente freuen. Doch die tolle Präsentation macht nicht beim Wasser halt, denn auch Besatzung, Schiffe, Häfen und die wenigen Landstriche sehen allesamt überzeugend aus. Nach Bauplänen echter Schiffe konstruiert, glänzen die Schiffsmodelle der Frachter, Zerstörer oder gigantischen Schlachtschiffe mit viel Detailreichtum. Ein Blick durch das Fernglas lässt eigentlich nur noch die Besatzung an Bord der Feindschiffe vermissen, ansonsten ist die Illusion bereits perfekt. Dies gilt auch für das Innenleben der U-Boote, die umfangreich die Stationen eurer Crew zeigen. Nur die Hängematten eurer Mannschaft und die Toiletten sucht ihr vergebens.

Schiffe versenken mit markigem Sound

Doch im Gefecht zählen eh andere Dinge. Getroffene Schiffe lassen gigantische Rauchwolken in den Himmel ziehen, Feuer breitet sich langsam an Bord aus und gewaltige Explosionen erschüttern das Schiff oder lassen es eindrucksvoll auseinanderbrechen. Die unglaubliche Gewalt der Treffer wird auch mit sattem Sound belegt. Die knalligen Effekte der Bordkanonen sorgen für ein fühlbares Schreckenserlebnis, es dauert, bis man sich an die wuchtigen Explosionen und den förmlich fühlbaren Rückstoss gewöhnt hat. Markige Echolot-Geräusche und passende Wellenklänge unter eurem Boot untermalen eindrucksvoll das perfekte simulierte Geschehen. Dem heutigen Stand der Technik entsprechend, zieht Silent Hunter III hier alle Register und überzeugt von der ersten Spielminute an.

Silent Hunter III
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 29 Mrz 2005 @ 23:26
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