GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Ski Alpin 2006: Review

  Personal Computer 

Draussen vor der Haustüre liegen vierzig Zentimeter Neuschnee. Na herrlich! Da kommt mir doch das Wintersportspiel RTL Ski Alpin gerade recht. Rasch installiert und ab geht´s auf die Pisten dieser Welt. Wollen wir doch mal sehen, ob ich nicht dem Cover-Helden Bode Miller ein Schnippchen schlagen kann in seiner Königsdisziplin, der Abfahrt.

Im vergangenen Jahr lieferten sich zwei Ski-Simulationen ein heisses Kopf-an-Kopf-Duell. RTL Ski Alpin und Ski Racing hiessen die beiden Kontrahenten. Beide Spiele hatten ihre Vorzüge, wenngleich die Simulation aus dem Hause RTL mit etwas besseren Wertungen in den Medien die Skispitze knapp vorne hatte. Darum heisst es jetzt: Titel verteidigen und dem Gegner keine Chance auf der Piste lassen. RTL beeindruckt uns sogleich mit dem Superstar Bode Miller, dessen aggressiver Fahrstil in der Szene wohlbekannt ist.

Auf 32 Strecken in achtzehn Austragungsorten könnt ihr euer Können in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden beweisen. Während ihr euch auf der leichten und mittleren Stufe noch maximal fünf beziehungsweise drei Fahrfehler erlauben dürft, die mit Zeitstrafen geahndet werden, führt ein ausgelassenes Tor in der höchsten Stufe direkt zur Qualifikation. Profis kommen daher nicht umhin, den höchsten Schwierigkeitsgrad zu wählen, wenn sie ein realistisches Rennerlebnis haben möchten. Weiterhin erhaltet ihr abhängig von der gewählten Stufe eine unterschiedliche Anzahl an Talentpunkten, die ihr in eure Fähigkeiten wie Technik, Fitness, Kraft oder Motivation investieren könnt. Alle diese Attribute lassen sich durch Training erhöhen im Laufe der Karriere. Zwar könnt ihr auch schnelle Rennen zwischendurch absolvieren, langfristigen Spielspass erlebt ihr aber erst in der Karriere, die euch durch drei verschiedene Ligen führt. Angefangen von der Junior- über die Amateur- bis hin zur Profiliga.

Bevor es auf die jeweiligen Strecken geht, habt ihr neben der Trainingsoption mit verschiedenen Coaches noch die Möglichkeit, eure Skier zu wachsen oder im Shop nach neuer Ausrüstung Ausschau zu halten. Das ist auch bitter nötig, denn gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden fahren die KI-Mitstreiter wie der Teufel die Berge hinab und sind insbesondere in den eher technischen Disziplinen nur mit guter Wachsmischung und teurem Zubehör zu schlagen. Ob ihr dabei lieber in der Ego-Perspektive fahren oder euren Fahrer lieber von hinten während der Fahrt sehen wollt, bleibt euch dabei genauso überlassen wie die optionale Anzeige der nächsten Tore über einblendbare Pfeile. Auch hier gilt: Je weniger Hilfen, desto diffiziler, aber auch authentischer wird es auf der Piste.

Die Steuerung macht in allen Disziplinen eine sehr gute Figur. Selbst mit der Tastatur lässt sich euer Fahrer sehr präzise an die Torstangen fahren und brettert mit Höchstgeschwindigkeit in die steilen Abfahrtskurven hinein. Die gelungene Fahrphysik sorgt aber auch für viel spielerischen Anspruch, denn solltet ihr zu optimistisch über Bodenwellen hinwegfegen, geratet ihr schnell aus der Balance. Unliebsamer Kontakt mit den Fangzäunen ist dann die Folge. Bedauerlicherweise machen gerade diese Fangzäune ihrem Namen keine Ehre. In der Realität als biegsame Netze ein echter Sicherheitsschutz für die Sportler, hat es in Ski Alpin 2006 eher den Anschein, dass wir nach einem Sturz mit Brachialgewalt in eine Mauer fliegen. Schade, das sieht wahrlich nicht besonders gut aus und trübt ein wenig die ansonsten gute Atmosphäre.

Ski Alpin 2006
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

Ski-Alpin-2006


Ski-Alpin-2006


Ski-Alpin-2006


Ski-Alpin-2006


Markus Grunow am 27 Nov 2005 @ 17:03
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen