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Spore - Galaktische Abenteuer: Review

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Ein kleiner Schritt für einen Weltraumkapitän - ein grosser für das Spore-Addon: Mit Galaktische Abenteuer lernen eure Geschöpfe auf fernen Planeten laufen. Und ihr den Bau von eigenen Missionen.

30 Euro für ein Erweiterungs-Pack. Das klingt nach einer Menge Holz für ein Daten-Paket, das ein Original-Spiel voraussetzt. Werbebotschaften wie "Werde zum Helden der Galaxie!" sollen den Gelegenheitsspieler erneut in das Spore-Universum locken. Mit mehr Möglichkeiten auch nach dem Erreichen der finalen Weltraumphase geht's mit Galaktische Abenteuer noch mal rund im All - und auch auf entfernten Planeten, wenn eure Viecher als Weltraumpiloten zur Landung ansetzen und auf diesen herumspazieren dürfen. Das blieb ihnen nämlich bisher verwehrt. Was soll also jetzt mit der Landegenehmigung von EA noch schiefgehen? Anfangs erst einmal eine ganze Menge.

Als EA das Laufen lehrte

Schon mit der Installation und Registrierung von Ur-Spore hatten zahlreiche Spieler die Ur-Suppe quasi selbst auszulöffeln, wenn man sich die Foreneinträge im Internet mal anschaut: Seriennummern mussten für das Spielen im Online-Modus freigeschaltet werden, doch die Registrierungsserver von EA lehnten so manche Nummer ab. Warum auch immer. Nun könnte man meinen, bis heute hätte EA aus bekannten Mängeln gelernt. Dem ist aber offenbar nicht so. Und so musste auch GBase die Odyssee im Weltall zunächst verschieben, in einer Neben-Mission den EA-Support kontaktieren, um am Ende mit folgender Aufforderung zeitweise im Regen zu stehen: "... bitte senden Sie uns Ihr komplettes Spiel (inkl. Handbuch + Verpackung + sämtliche CD's) ausreichend frankiert zu. Sie erhalten von uns anschließend einen kostenlosen Austauschdatenträger". EA fordert den Käufer also auf, ein nicht funktionierendes Spiel auf eigene Kosten einzusenden, um dann auf die Aussendung eines neuen Spiels warten zu müssen.

Die Online-Registrierung klappte nicht, obwohl die Seriennummer für die Installation taugte. Fehlermeldung: "Die Seriennummer dieser Installation ist ungültig und kann nicht benutzt werden ...". Ärgerlich. Durch Zufall dann bei EA in den englischsprachigen Support gestolpert. Zwei Tage später - immerhin nur zwei Tage - kommt die Antwort: "The code that you have provided is coming as unused." Eigentlich ein gutes Zeichen. Und doch folgt der Verweis an den deutschen Support. Der einen wiederum zwei Tage später dazu auffordert, das Spiel einzusenden. Wäre es nicht einfacher gewesen, eine neue Seriennummer zu schicken?

Es geht auch anders

Nach den ersten Widrigkeiten folgten dann endlich die ersten Spaziergänge auf fremden Planeten. Auf geht's in einer Art Tutorial in die so genannte Abenteuerstadt, eine der ersten Missionen. Hier wirkt alles so, als hätte es gratis LSD für alle gegeben: Fremdartige Hasen tanzen wie blöd zu fröhlichen Techno-Sounds. Unter Konfettiregen und einem Feuerwerk betretet ihr eine Stadt wie aus einer Traumwelt. Hier und dort keimt der Humor von Hersteller Maxis eben auf. Und das ist gut so. Die Bürger bejubeln eure Anreise und im ersten Gespräch mit dem Bürgermeister dröhnt das obligatorische, ausserirdische Kauderwelsch aus den Lautsprechern - Text in aufpoppenden Sprechblasen sorgt da schon für mehr Verständnis. Wer Spore schon kennt, wird wohl wenig schockiert über die Situation sein. Allen anderen würde angesichts der fremdartigen Kreaturen und des bunten Treibens wohl erstmal alles aus dem Gesicht fallen. Ähnlich wie den umstehenden Gebäuden und Objekten die Details aus den Texturen. Denn die wirken nach wie vor detailarm und relativ lieblos in die Umgebungsgrafik montiert. Das macht aber nichts: Mit einem breiten Grinsen im Gesicht lasst ihr euch auf Spore - Galaktische Abenteuer ein.

Ein Grinsen, das allerdings nicht konsequent durchgängig im Spiel zu halten sein wird. Denn die ersten Probier-Missionen, die Maxis von Anfang an mitliefert, schmecken dem anspruchsvollen Spieler wieder einmal nur wie halbgare Kost. Sie erinnern an das Hauptspiel: Jede Phase des Spiels stellt für sich genommen ein eigenes kleines Minispiel dar. Aber keines erreicht die Qualitäten eines gelungenen, komplexen Hauptspiels. In den Missionen von Galaktische Abenteuer wird euch nicht gerade viel abverlangt, denn ihr befindet euch schliesslich auf einer Stufe mit anderen Gelegenheitsspielern. Beispielsweise rennt ihr mit anderen Kreaturen auf einer Planetenoberfläche von Punkt A nach Punkt B um die Wette. Das ist eine der Aufgaben. Und es gehört schon viel dazu, eine solche Mission nicht mit 100% auf der Erfolgsskala auf Platz 1 abzuschliessen, so einfach ist das. Oder aber ihr latscht mit dem Viech eurer Wahl durch eine Art Rätsel-Labyrinth. Dort sind Räume mittels farbiger Energietore voneinander getrennt. In jedem Raum liegen verschiedenfarbige Schlüssel, und eure Figur kann maximal zwei Schlüssel gleichzeitig tragen. Wer also den Zielpunkt erreichen will, muss die Schlüssel in der richtigen Reihenfolge kombiniert auf die Tore anwenden. Und das in einer Umgebung, die nicht gerade zum langen Verweilen einlädt.

Spore - Galaktische Abenteuer
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Thomas Richter


Spore---Galaktische-Abenteuer


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Thomas Richter am 06 Aug 2009 @ 12:32
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