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Spore: Review

  Personal Computer 

Aus der Ursuppe kommt die Kraft: Heiss erwartet, und doch kälter gegessen als gekocht, will der Genre-Mix Spore zum Spiel des Jahres heranwachsen. Viel Evolution, wenig Revolution - immerhin stimmt das Food-Design.

"Der Mann, der uns Gott spielen lehrte", so Redakteur und Autor Sven Stillich in der Zeit über Will Wright, den Schöpfer von Klassikern wie Sim City und Die Sims. "Von allem ein Bisschen!". So grob liesse sich das Genre definieren, in das Will Wright mit der neuen im Vorfeld hochgepriesenen Lebenssimulation Spore sozusagen eine flächendeckende Punktlandung hinlegen will. Dass bei einem derartigen Anflugversuch mit Turbulenzen zu rechnen ist, verwundert kaum. Spore präsentiert sich als Genre-Mix aus Strategie-, Aufbau-, Action- und Rollenspiel. Ein Schwerpunkt ist unter den Zutaten schwer auszumachen. Das zeugt nicht gerade von pikanter Würze - aber versalzen ist der bunte Eintopf auch nicht. Gerade richtig für den Gelegenheitszocker. Ob das auch dem Vollblutspieler schmeckt?

Spore lässt euch die fünf Entwicklungsphasen einer weitgehend frei definierbaren Rasse durchspielen: Zellen-, Kreaturen-, Stammes-, Zivilisations- und Weltraumphase. Wobei die Ansprüche mit jeder Phase wachsen und den Einsteiger mit klaren Hilfen und Spielanweisungen nie überfordern. Vor allem dann, wenn man Spore auf dem voreingestellten Schwierigkeitsgrad "Leicht" spielt. Andere Einstellungen erschweren den Umgang mit der Evolution zwar, so richtig schwierig wird's in Spore aber eigentlich nie. Schön, wenn der Gelegenheitsspieler die Nase voll von Die Sims 2 hat und, ohne überfordert zu werden, mit Spore einen ähnlichen knuffigen, bunten Grafikstil vorgesetzt bekommt - mit gleichwertigen spielerischen Anforderungen, aber mit einer schönen, konsequent durchgezogenen und halbwegs abwechslungsreichen Handlung.

Die Suppe löffelt ihr aus.

Gleich nach dem Spielstart ist sie angerichtet, die Ursuppe, aus der euer Leben kommt. Als amöbenartiges Wesen klatscht ihr an Bord eines Meteoriten in das Wasser eines Planeten, wobei vorher schon festzulegen ist, ob eure Rasse zu den sanften Pflanzen- oder zu den rabiateren Fleischfressern gehören wird. Per Mausklicks geht es dann auf die Jagd nach Fleisch- oder Pflanzenkost, die euch jeweils weitere DNA-Teile beschert. Vorsicht, dass euch andere Fleischfresser nicht an den Kragen gehen. Einfach ausweichen und gemütlich weiterpaddeln.

Erreicht die Füllung des DNA-Balkens gewisse Markierungen, kann euer Wesen einen Paarungsruf ausstossen. Offenbar ist die Ursuppe lecker und macht glücklich - sofort findet sich in unmittelbarer Nähe ein paarungswilliges Gegenüber. Und da alles so schön animiert blubbert und wabert, fühlt sich auch der grösste Suppenkasper plötzlich pudelwohl in Spore. Die Paarung im Gezeitentümpel lädt zu Flitterwochen in den Kreaturen-Editor ein. Noch mit mässigem Umfang, habt ihr dort die Möglichkeit, neue Gliedmassen an euer Wesen zu montieren. Einzelne Augen, Paaraugen an Stäben, Stacheln, unterschiedliche Mäuler für Fleisch- und Pflanzenfresser und andere Angriffs- und Abwehrmechanismen. Gleich an Frankensteins Labor angeschlossen findet sich das Atelier - dort könnt ihr eurem Viech einen individuellen oder vordefinierten bunten Anstrich verpassen.

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Thomas Richter

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Thomas Richter am 10 Sep 2008 @ 22:18
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