GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

StarCraft II - Wings of Liberty: Review

  Personal Computer 

Seit dem 27.Juli 2010 glühen die Battle.net-Server von Blizzard. Der Grund: StarCraft II - Wings of Liberty. Fans auf der ganzen Welt fieberten dem Release entgegen und auch wir freuten uns nach einer sehr langen Mehrspielerbetaphase, endlich Hand an den Solomodus legen zu dürfen. Ob StarCraft II dem gigantischen Hype gerecht geworden ist, ob die Blizzard-Server dem enormen Ansturm standgehalten haben und mit welcher Wertung StarCraft II bei uns abgeschnitten hat, erfahrt ihr im folgenden Test.

Hell, it's about time

Zwölf Jahre nach der Veröffentlichung von StarCraft und der darauf gefolgten Erweiterung Brood War steht nun auch endlich der heiss herbeigesehnte Nachfolger in den Regalen. StarCraft II setzt vier Jahre nach den Geschehnissen von Brood War an und erzählt in Wings of Liberty ausschliesslich die Geschichte der Terraner. Wir schlüpfen wiederholt in die Haut von Jim Raynor, Kriegsveteran und Anführer der Rebellentruppe Raynor's Raiders. Für alle Neueinsteiger ins StarCraft-Universum ist der Name Jim Raynor mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Begriff und auch die Story dürfte unbekannt sein, doch alle Quereinsteiger können beruhigt aufatmen. StarCraft II greift schon während der Installation die Geschehnisse vor Teil 2 auf und vereinfacht den Einstieg in die Geschichte ungemein. Auch wenn ein wenig Vorwissen natürlich nicht schaden kann.

Wie wir es mittlerweile schon von Blizzard gewohnt sind, wird auch der neueste Titel mit einem bombastischen, vorgerenderten Intro eröffnet, welches erneut beweist, dass Blizzard in diesem Bereich unangefochten die Nase vorn hat. Blizzard geht sogar erstmals noch einen Schritt weiter und bietet Ingame-Zwischensequenzen an, die es in dieser Form bisher noch in keinem anderen Blizzard-Titel zu sehen gab. Laut dem Entwickler war dies die einzige Möglichkeit, diese gigantische und epische Story irgendwie zu erzählen, sofern man bedenkt, dass vorgerenderte Videosequenzen mit rund drei Minuten Laufzeit mindestens ein halbes Jahr und mehr benötigen. Direkt zum Start der ersten Mission flimmert die erste Zwischensequenz über den Monitor. Es überrascht und erfreut zugleich, dass sämtliche Charaktere lippensynchron ihre Texte vortragen und die gesamte Szenerie mit viel Detailliebe in Szene gesetzt wurde.

StarCraft II - Wings of Liberty Bild

Wings of Liberty

Die erste Mission, welche eigentlich mit einem grossen Knall aufwarten und das Potenzial des Titels vor Augen führen sollte, entpuppt sich als simpler Dem-Strassenverlauf-folgen-und-auf-dem-Weg-alle-feindlichen-Ziele-abknallen-Auftrag. Der Spieleinstieg ist wirklich sehr ernüchternd, die Story kommt zu Beginn der ersten Missionen kaum in Fahrt. Nur langsam zeichnet sich der Weg ab, den die Geschichte bestreiten möchte. Die dritte Mission läutert schlussendlich eine Kehrtwende der bislang recht schlichten Handlung ein und gewinnt dank des Auftauchens der Zerg an Fahrt. Jim Raynor findet sich fortan nach jeder Mission auf dem Schiff Hyperion wieder, dem zentralen Dreh- und Angelpunkt für die weiteren Aufträge. Im klassischen Wing Commander-Stil wandert ihr in der Rolle von Jim Raynor von Deck zu Deck, führt Gespräche mit der Besatzung, schaut euch die neuesten Nachrichten an, in denen über eure Taten berichtet wird, werbt Söldner für zukünftige Missionen an oder rüstet eure Truppen auf. Ein sehr nettes Feature an Bord der Hyperion ist ein Arcade-Automat, an dem ihr das Arcade-Spiel Lost Vikings spielen könnt. Alle, die sich nun auf Blizzards Erstlingswerk freuen, werden allerdings enttäuscht. In Lost Vikings steuert ihr ein Raumschiff durch ein 2D-Universum, sammelt Waffen- sowie Schild-Upgrades ein und ballert euch durch Gegnerwellen zum Endboss eines Levels. Für zwischendurch eine klasse Abwechslung.



Für jede Mission der Storykampagne in Wings of Liberty, die ihr erfolgreich abschliesst, winken Credits, die ihr für die Verbesserung eurer Truppen oder eine erhöhte Widerstandsfähigkeit eurer Gebäude ausgeben könnt. Für jede Einheit und jedes Gebäude stehen zwei Aufrüstmöglichkeiten zur Verfügung. So könnt ihr zum Beispiel euren Viking so upgraden, dass seine Raketen ab sofort Flächenschäden verursachen oder dass sich die Raketen- und Kanonenreichweite erhöht. Da euch nur begrenzt Credits zur Verfügung stehen und ihr nicht sofort alle Upgrades erwerben könnt, ist es zu Beginn sinnvoll, sich die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genau anzuschauen, denn einmal ausgegebene Credits werden nicht zurückerstattet.

Ebenso könnt ihr im Labor Protoss- sowie Zerg-Forschung betreiben. Dafür ist es nötig, in den Missionen die Bonusaufträge zu bewältigen, in denen ihr einige Relikte oder Genproben der beiden Völker sammeln müsst. Insgesamt stehen 25 Forschungslevels für beide Rassen zur Verfügung, die sich allerdings in zwei Forschungsstränge spalten und bei denen ihr ebenso wie bei den Upgrades wählen müsst, ob ihr zum Beispiel eine Anti-Infanterie-Spezialeinheit freischalten wollt oder ob euch ein extrem stabiler Truppentransporter lieber ist, der eure Truppen an jegliche Stelle der Karte transportieren kann. Auf jedem fünften Level der Forschung könnt ihr euch für einen von zwei Forschungsstränge entscheiden. Sobald die Entscheidung getroffen wurde, ist der andere Forschungsstrang jedoch für das gesamte Spiel nicht mehr verfügbar.

StarCraft II - Wings of Liberty
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Marco Peters


StarCraft-II---Wings-of-Liberty


StarCraft-II---Wings-of-Liberty


StarCraft-II---Wings-of-Liberty


StarCraft-II---Wings-of-Liberty


Marco Peters am 03 Aug 2010 @ 13:51
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen