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StarCraft Remastered: Review

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Läuft bei Activision: Crash Bandicoot und Modern Warfare wurden bereits erfolgreich neu aufgelegt, da kommt mit StarCraft ein weiterer Klassiker als Remaster in die digitalen Spieleregale. Da stellt sich nur eine Frage: Wann kommt eigentlich River Raid HD?

Ende Legende

Nun ist StarCraft von 1998 beileibe kein Spiel, das ignoriert werden sollte. Die Verdienste des Titels sind im Genre der Echtzeitstrategie unbestritten, und wenn der damals frisch pubertierende Teenager in gesetztem Alter heuer den Kampf zwischen Terranern, Protoss und Zerg Revue passieren lässt, drückt das die eine oder andere Träne aus dem Knopfloch.

Das Original gibt es sogar gratis zum Download, die HD-Auflage ist daher nur ein optionales und mit 15 Euro auch nicht ganz billiges Erlebnis, das mächtig Patina hat. Zunächst aber das Positive. Die insgesamt sechs Kampagnen – drei aus dem Original, drei aus der Erweiterung Brood War – erzählen eine Geschichte in einer weit, weit entfernten Galaxie, die als lokaler Konflikt beginnt und alsbald das ganze Universum zu vernichten droht. Bündnistreue gegen Verrat, hohe Ideale gegen niedere Instinkte, Freiheit gegen Kontrolle: Es sind die großen literarischen Themen, die die Geschichte in Gang setzen und am Laufen halten. Es beginnt ganz klein und zieht zu einem Sturm auf, nur um euch zum Ende der zweiten Kampagne mit einem fiesen Cliffhanger in Richtung StarCraft II zu entlassen.

StarCraft Remastered Screenshot

Kleinere Anpassungen ...

Die englischsprachigen Renderfilmchen von 1998 sind auf 16:9 und in HD gezogen, und trotz der Tatsache, dass es heute technisch Beeindruckenderes gibt, gefallen sie. Die Standbilder, mit denen kleinere Storywendungen vorangetrieben werden, sind sicherlich Geschmackssache, ebenso wie das Geplänkel vor Missionen, das mit nur dürftig animierten Charakterbildchen umgesetzt wird, wenngleich die Protagonisten hier wieder Deutsch quatschen. Änderungen? Marginal. Jim Raynor wurde seinem Aussehen der StarCraft-II-Trilogie angeglichen, Mengsk sieht jetzt schon aus wie ein Irrer, und Kerrigan könnte gut und gerne mit Ghost-Kollegin Nova tauschen. Zudem bietet Blizzard die alte Tonspur oder – auf Wunsch – die neue Synchronisation samt neu abgemischten Ingame-Sounds in höherer Abtastung. Unterschiede? Minimal.

... und hohe Treue zum Original

Die Grafik selbst ist kaum mehr als ein Facelift. Dass der Titel neuerdings im Breitbild und in 1.080p zu zocken ist, dürfte schon die größte Neuerung sein. Sprite für Sprite haben sich die Blizzard-Künstler der Einheiten, Gebäude und Umgebungen angenommen und jeden Pixel liebevoll gesetzt. Trotz der sichtbaren Hingabe der Digitalkünstler ist die Optik nicht zeitgemäß. Das liegt weniger an der Tatsache, dass man auf eine 2D-Engine setzt, als vielmehr daran, dass die Animationen abgehackt wirken und jede Einheit gerade einmal aus acht Perspektiven gezeichnet wurde.

StarCraft Remastered
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Daniel Wendorf

StarCraft-Remastered


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Daniel Wendorf am 05 Sep 2017 @ 12:52
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