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Starship Troopers: Review

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Das hat aber gedauert: Rund sechs Jahre nach Kinostart von Verhoevens Hollywood-Klamauk Starship Troopers, gibt's jetzt das gleichnamige Actionspiel zum Film. Dazu bei GBase den ersten Test, der nicht mit der offensichtlichen Doppeldeutigkeit von "Bugs" spielt. Nee nee, mit uns nicht!

Man kann viel darüber diskutieren, ob Starship Troopers nun eine satirische Komödie ist oder gar mit faschistoiden Elementen zu verharmlosend umgeht. Zu dem Thema gab's über die Jahre schon genug Lesestoff. Abgehakt. Beschäftigen wir uns aber mal mit dem Actionspiel Starship Troopers (nicht zu verwechseln mit dem alten Strategiespiel) und prüfen, ob die Kosten für die Lizenzierung und überhaupt für die gesamte Spielsubstanz nicht doch irgendwie in den Wüstensand gesetzt worden sind.

Feuer frei!

Ihr startet eure Karriere als Marauder, also praktisch als Übersoldat, den nichts in die Knie zwingen kann. Etwas entfernt von der Handlung des Films, etwa fünf Jahre später, tobt immer noch der Krieg zwischen der Menschheit und den so genannten Bugs, einer fremdartigen und (anscheinend) bösartigen Rasse von Insektenmutationen. Da sich die Geschichte auf fremden Planeten abspielt, Insekten für gewöhnlich nicht in der Lage sind, diese mit Raumschiffen zu verlassen, präsentiert sich die Frage nach dem Sinn der Kriege praktisch auf einem grossen Tablett. Der Mensch kann es eben nicht lassen. Sei's drum: Wo im Film noch mit Zwischeneinblendungen von Propagandamaterial gewitzelt worden ist, Synchronsprecher Egon Hoegon (7. Sinn) perfekte Arbeit ablieferte, möchte man im Spiel am liebsten in die Lautsprechermembrane treten. Der Flair des Films ist einfach nicht mehr da. Zwar erinnern nach jeder Mission qualitativ mässige Filmausschnitte an das Original, aber spätestens beim Ertönen der deutschen Synchronstimmen des Spiels hört der Spass auf. Mit einer verkrampft tief gedrückten Stimme versucht der neue Sprecher, böse und autoritär zugleich zu wirken. Tatsächlich hat man dabei aber stets das Bild eines milchgesichtigen Buben vor Augen, dem vorher ein paar Skins mit Baseballknüppeln den Kehlkopf ins Genick geprügelt haben. Wenn der Kerl wenigstens nur in den Zwischensequenzen zu hören wäre, könntet ihr das Spiel womöglich noch geniessen. Leider ist der aber ständig am sabbeln, also in den Filmszenen, während des Briefings und auch während des Spielens. Glücklicherweise gesellen sich öfter andere Sprecher dazu, wie etwa die für eine weibliche Pilotin. Die wiederum klingt deutlich professioneller.

Wie erwähnt kommt nicht zuletzt wegen der Stimmenverschandelung die Satire des Films überhaupt nicht mehr rüber. Grundsätzlich wirkt die neue Story etwas aufgesetzt und geflickt. Es fehlt einfach der Bezug zu den Schauspielern und deren (optischen) Leistungen. Zugegeben, das ist für eine Adaption in Form eines Spiels auch schwer umzusetzen. Darum: Beide Augen zudrücken und rein in die Schlacht!

Da hilft kein Insektenspray

Eure Aufgaben als Marauder sind nicht besonders vielfältig. Im Kampfanzug agiert ihr an verschiedenen Schauplätzen des Planeten und müsst die unterschiedlichen Bugs eliminieren, die ihr bereits aus dem Filmmaterial kennen solltet. Mit dabei sind neben den exoskelettierten spinnenartigen Krabblern auch stärkere Warrior Bugs und die riesigen feuerspeienden Tanker. Eure Einsatzleitung klärt meistens über die Schwachstellen der Viecher auf. So sind Tanker Bugs beispielsweise besonders an ihren Köpfen empfindlich.

Starship Troopers
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Thomas Richter

Starship-Troopers


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Thomas Richter am 22 Nov 2005 @ 11:37
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