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Still Life 2: Review

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Mit Still Life hatte Microids vor vier Jahren ein zwar einfaches, aber dafür umso packenderes Adventure geschaffen. Das Spiel verstand es, mit geschickt inszenierter Geschichte rund um einen Serienmörder beste Unterhaltung zu bieten. Und doch blieb man am Ende unbefriedigt zurück, war es doch mal wieder ein typischer Cliffhanger. FBI-Agentin Victoria McPherson konnte zwar den Mörder am Ende stellen, seine Identität aber blieb aber unklar. Der zweite Teil gibt nun Aufschluss darüber, wer für die grausamen Frauenmorde verantwortlich zeichnet. Oder etwa doch nicht?


Wie schon im ersten Teil übernehmt ihr auch diesmal wieder die Kontrolle über zwei Charaktere, die ihr abwechselnd in den Umgebungen steuert. Sowohl in einigen Rückblenden als auch in der Gegenwart übernehmt ihr die Geschicke von FBI-Agentin Victoria und nach ein paar Spielminuten dann auch die verzweifelten Bemühungen der TV-Journalistin Paloma Hernandez. Verzweifelt? Ja, denn die Gute scheint selbst Opfer des Ostküsten-Killers zu werden.

Er entführt sie und bringt sie zu einem abgelegenen Haus. Einmal aus ihrem Zimmer befreit, muss die Journalistin feststellen, dass der Mörder ihr ein paar fiese Spiele vorbereitet hat. Besteht sie diese, darf sie ein Stück vorankommen. Unweigerlich kommen da Erinnerungen an die SAW-Filme hoch, nicht zuletzt auch durch die völlig verdreckten Umgebungen sowie die Art und Weise, wie Pamola stellenweise weiterkommt. Auf einem elektrischen Stuhl Platz nehmen, um eine Tür öffnen zu können? Na, da freuen sich doch Horrorfans.

Die Rätsel in Still Life 2 stellen euch nur selten vor knackige Herausforderungen. Hinweise auf die Lösung sind häufig ganz in der Nähe der Stelle zu finden, an der ihr über eine Aufgabe stolpert. Das Spiel baut überwiegend auf genreklassische Inventarrätsel, bei denen die beiden Heldinnen Objekte oft auch miteinander kombinieren oder trennen sollen, um die so erstellten Gegenstände dann in den Örtlichkeiten nutzen zu können. Schwierig wird es immer dann, wenn das Spiel euch ein Zeitlimit vorgibt, um ein Problem zu beseitigen. Ein Beispiel: Ihr werdet vergiftet und müsst nun das Gegenserum finden. Das Spiel verdeutlicht die Dramatik mit dem Geräusch eines klopfenden Herzens, und der Bildschirm färbt sich am Rand im Takt des schlagenden Herzens rot ein. Eine kleine Anzeige zeigt euch auf, wie viel Zeit euch noch verbleibt, bevor ihr tot zu Boden sinken werdet.

Still Life 2 stellt dennoch aufgrund des weitestgehend geringen Anspruchs der Rätsel eher einen interaktiven Horrorkrimi für Erwachsene dar. Die Geschichte wird oftmals mit actionreichen als auch verstörenden Zwischensequenzen weiter vorangetrieben. Häufig macht sich beim Spielen - nicht zuletzt auch durch die sehr gute Musikuntermalung - eine wohlige Gänsehaut breit und Spannung kommt auf. Übrigens: Still Life ist absolut nicht für ein jüngeres Publikum oder Zartbesaitete geeignet. Zwar gibt es keine Splattereffekte zu sehen, doch Blutlachen, Leichenteile oder zerstückelte Körper sind auch diesmal wieder mit von der Partie.

Still Life 2
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Markus Grunow


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Markus Grunow am 09 Apr 2009 @ 16:24
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