GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Still Life: Review

  Personal Computer 

Schon im Februar konnten wir eine Preview-Version von Microids Krimi-Adventure

Still Life

anspielen. Vor allem die Story und die technische Umsetzung konnte uns begeistern. Seit Mitte Mai gibt es nun die deutsche Vollversion im Handel, die bei uns auf den Prüfstand musste. Warum

Still Life

Chancen auf den Titel "Adventure des Jahres 2005" hat und nicht in Kinderhände gehört, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Sieben lässt grüssen

Im Chicago der Gegenwart ist die FBI-Agentin Victoria McPherson einem grausamen Serienmörder auf der Spur, der bereits fünf Frauen auf dem Gewissen hat. Hierbei geht der Psychopath einem merkwürdigen Verhaltensmuster nach, tötet die Opfer an einem Ort und legt sie dann an einem anderen Ort ab, wo sie schliesslich von der Polizei gefunden werden. Relativ früh stösst Victoria auf die Tagebücher ihres Grossvaters Gus McPherson, der im Jahr 1929 als Privatdetektiv einem ähnlichen Serienmörder in der Prager Prostituiertenszene nachgegangen ist. Victoria hofft, Parallelen zwischen den vergangenen und heutigen Mordfällen zu finden und damit dem Täter auf die Spur zu kommen.

Still Life ist in sieben Kapitel unterteilt, in denen ihr jeweils abwechselnd Victoria in der Gegenwart und Gus in der Vergangenheit steuert. Letzteres geschieht wahlweise mittels Tastatur in Grim Fandango-Manier oder klassisch mit der Maus. Diese Bedienungsmixtur wirkt sich natürlich auf die Spielmechanik aus, was Adventure-Kenner anfangs verwirren dürfte. Ihr könnt nämlich nicht auf gewohnte Art und Weise mit Gegenständen interagieren. Um beispielsweise eine Tür mit einem Schlüssel zu öffnen, müsst ihr zunächst zu der Tür hinlaufen, dann das bildschirmfüllende Inventar öffnen, dort den Schlüssel anwählen und schliesslich via Interaktionssymbol die Wunschaktion ausführen. Das mag kompliziert klingen, steuert sich aber im Prinzip so wie ein Grim Fandango oder Flucht von Monkey Island mit optionaler Maussteuerung. Habt ihr euch einmal daran gewöhnt, geht die Bedienung auch entsprechend leicht von der Hand.

Abgesehen von der unüblichen Steuerung präsentiert sich Still Life ansonsten aber ziemlich genretypisch. Der Cursor ist gut sichtbar und ändert bei Interaktionsmöglichkeiten entsprechend seine Form. So ist stets sichtbar, ob ihr Objekte aufheben, näher betrachten oder manipulieren könnt, wo es Ausgänge gibt und ob bestimmte Charaktere redewillig sind. Dialoge können zwar nicht direkt via Multiple-Choice-Menü geführt werden. Ihr habt aber die Möglichkeit, ein Gespräch auf Tastendruck zu beeinflussen. Ein Linksklick lässt Victoria beziehungsweise Gus direkt zur Sache kommen, ein Rechtsklick führt den Dialog dagegen kurzfristig in Richtung Smalltalk. Schade übrigens, dass die Orte nicht mit einem Doppelklick auf einen Ausgang unverzüglich verlassen werden können. Das hätte den einen oder anderen längeren Laufweg erspart.

Still Life
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

Still-Life


Still-Life


Still-Life


Still-Life


Daniel Boll am 02 Jun 2005 @ 16:03
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen