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Stolen: Review

  Personal Computer 

Mit

Stolen

ist seit kurzem ein weiterer Schleich-Shooter im Handel, der sich gegen die mächtige Splinter Cell-Konkurrenz behaupten muss. Doch genau wie Metropolis Softwares Aurora Watching ist auch Hip Interactive mit dem Versuch, den Stealth-Thron zu erobern, kläglich gescheitert. Warum die Diebestouren mit Heldin Anya keinen Spass machen, erfahrt ihr bei uns im Test.

Die diebische Elster

Meisterdiebin Anya hat einen besonderen Auftrag erhalten. In einem hermetisch abgeriegelten Museum lagert das wertvollste Juwel der Welt. Grund genug, das Risiko in Kauf zu nehmen und in das Museum einzudringen. Letzteres erfordert den Zugang über das Dach eines Nebengebäudes und dient gleichzeitig als knappes Tutorial.

Im Gegensatz zu Sam Fisher hat Anya in akrobatischer Hinsicht einiges mehr zu bieten. Sie kann über Abgründe hinwegspringen, sich an Mauervorsprüngen entlanghangeln, in Prince of Persia-Manier Wände hochlaufen und zusätzlich die Dunkelheit für sich nutzen. Leider macht es euch die inakkurate Steuerung aus der dritten Person nicht gerade leicht. Wie in Splinter Cell steuert sich Anya mit den Richtungstasten nämlich abhängig von der Kameraperspektive, was längst nicht so flüssig geschieht wie es bei Sam Fisher der Fall ist. Nach einer der häufigen In-Game-Zwischensequenzen reagiert die Steuerung zudem nicht wieder sofort, was angesichts der Tatsache, dass die zahlreichen Wachleute währenddessen weiterhin agieren können, schnell für Frust sorgt.

Frust pur

Überhaupt sind die Wächter der Frustfaktor Numero Uno in Stolen. Anders als in Splinter Cell habt ihr nämlich keinerlei Möglichkeiten, tödliche Gewalt auszuüben. Stattdessen schlagt ihr die Jungs zu Boden oder setzt sie mit den so genannten Neutralisatoren unter Strom. Leider stehen die Gegner schon nach kurzer Zeit wieder auf und schlagen Alarm. Daraufhin ist die gesamte Wachmannschaft kurzfristig unter Alarmbereitschaft und läuft mit gezückter Knarre und Taschenlampe Patrouille, wodurch der Vorteil von dunklen Bereichen natürlich hinfällig wird.

Umso lächerlicher ist es, dass ihr zwar die meisten Lichtquellen ausschiessen könnt, die Wächter aber dann eh automatisch zur Taschenlampe greifen und skeptisch das Gebiet absuchen. Das mag eigentlich eine tolle Sache sein und klingt auch sicherlich realistisch, ist aber zu übertrieben umgesetzt worden und in dieser Form in einem Schleich-Shooter völlig fehl am Platze. Dumm auch, dass selbst geduckte, also leise Bewegungen die Aufmerksamkeit der Wachleute erregen können und die Jungs direkt Verstärkung holen. Werdet ihr entdeckt, steht ihr auch meist sofort unter Beschuss und könnt entweder das Weite suchen oder euch Martial Arts-mässig zur Wehr setzen. Letzteres sieht übrigens nicht nur unfreiwillig komisch aus, sondern bringt angesichts der einen Schlag- und Trittkombination auch herzlich wenig. Die Wächter sind nämlich recht zäh. Und wenn die mal endlich umkippen, ist die Ohnmacht auch nicht von längerer Dauer. Von hinten anschleichen und wie Sam Fisher die Kontrahenten in einen Würgegriff nehmen? Fehlanzeige!

Stolen
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 05 Mai 2005 @ 18:19
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