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Strike Suit Zero: Review

  Personal Computer 

Nach mehrmaligem Hin und Her ist Strike Suit Zero in diesem Januar endlich erschienen. Entwickler Born Ready Games schickte sich an, einen bemerkenswerten Titel zu veröffentlichen. Der ganz grosse Clou fällt zwar aus, doch ist die Qualität dennoch beachtlich.

Space-Sims? Die gibt es noch?

In den letzten Jahren ist es eher ruhig um das Genre der Space-Sims geworden. Und wenn mal doch ein Titel erschienen ist, der den Spieler in die weiten des Weltalls schickte, so kam dabei meist nicht mehr herum als ein müdes Grundgerüst. Sol: Exodus ist dabei das Paradebeispiel für die Qualität der letzten Space-Sims. Technisch okay, und interessante Ansätze, aber letztlich irgendwie belanglos.

Strike Suit Zero muss da schon etwas grundsätzlich anders machen, um nicht nur aufgrund der Präsenz per se, sondern auch wegen des Inhalts aufzufallen. Dafür hat sich Born Ready Games etwas Unorthodoxes ausgedacht: Anstatt lediglich normale Jäger durch das All zu schicken, könnt ihr hier auch eine Art Transformer steuern, der zwei Modi kennt. Während sich der so genannte Strike Suit im normalen Modus wie ein klassischer Jäger steuert, steht ihr im Strike-Modus quasi auf dem Fleck und seid eine Art mobiler Geschützturm. Das macht nicht nur Spass, sondern ist auch ein Alleinstellungsmerkmal von Strike Suit Zero.

Strike Suit Zero Bild

Ein Anzug alleine macht noch keinen Geschäftsmann

Aber ein einziges Schiff macht noch lange kein gutes Spiel. Wie sieht es mit dem Rest aus? Vor allem die Geschichte muss in dem Solospiel überzeugen, was sie nur bedingt schafft. Die Story rund um ein ausserirdisches Artefakt und dem daraus resultierenden Krieg zwischen der vereinigten Erdmacht und dem Bündnis der neuen Kolonien ist eine wunderbare Basis für einen ausgedehnten Konflikt. Die Interessenkonflikte zwischen den Kriegsparteien und eine entsprechende Grauzone zwischen Gut und Böse hätten Strike Suit Zero gutgetan. Leider wird diese Vorlage nicht konsequent genutzt, und der Feind bleibt leider blass. Dabei ist die Präsentation in den jeweiligen Missionen gar nicht mal übel. Kleinere Zwischensequenzen in Spielgrafik wechseln sich mit Funkdialogen ab, die zumindest die aktuelle Situation gut untermalen und die sich immer wieder verändernden Missionsziele hervorragend einläuten. In diesen Momenten werden sogar einige Charakterszenen präsentiert, die das Universum lebendiger und weniger generisch machen. Leider beschränken sie sich nur auf eine Handvoll Charaktere. Abgesehen von eurem weiblichen Wing Commander, sind alle Flügelmänner (tatsächlich sind sie alle männlich) lediglich generisch und sogar komplett gesichtslos. Apropos gesichtslos: Während die eigenen Schiffe tatsächlich Namen haben, sind die gegnerischen Schiffe ideenlos mit Namen wie "Heavy Fighter" oder "Interceptor" ausgestattet. Selbst die dicken und beeindruckenden Kreuzer heissen lediglich "Cruiser". Einen furchteinflössenden Namen wie "Vesuvius" oder "Colossus" sucht man hier vergebens.

Strike Suit Zero
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Patrik Nordsiek

Strike-Suit-Zero


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Patrik Nordsiek am 28 Jan 2013 @ 20:20
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