GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Stronghold 2: Review

  Personal Computer 

Wie definiert man eigentlich Spielwitz? Immer wieder lesen wir davon, dass PC Spiele ob ihres ungemein gelungenen Spielwitzes ausgezeichnet werden. Im Falle der Burgenbau-Simulation Stronghold war seinerzeit auch die Rede davon. Die herrlich einfach gehaltenen Warenwirtschaftskreisläufe und die wunderbare Möglichkeit, seine Burg kontinuierlich auszubauen, um die anstürmenden Belagerer mit Pech und Schwefel begrüssen zu können, hat vielen Spielern Freude bereitet. Und schon schliesst sich der Kreis, denn Freude gleich Spielwitz? Dass Spielwitz jedoch durchaus auch Frust beinhalten kann, mussten wir beim ausführlichen Test von Stronghold 2 leidvoll erfahren.


Die ersten Minuten waren ein herrlicher Genuss. Zwar hatten wir Stronghold 2 bereits nach der Präsentation von Simon Bradbury auf der Burg Satzvey im Rheinland vor ein paar Wochen anspielen dürfen, doch ist es letztlich immer eine gänzlich andere Erfahrung, wenn das fertige Spiel auf dem heimischen Rechner installiert ist und die eigene Peripherie zur Bedienung genutzt wird. Und so freuten wir uns wie kleine Kinder auf die schön gestalteten Pappschachteln, warfen voller Freude die Installations-CDs in die Laufwerke und liessen den langen Ladebalken geduldig über uns ergehen. Zu zweit stürzten wir uns in das Spielgeschehen. Mein Sir Archon stellte sich kampflustig in der kriegerischen Kampagne den feindlich gesonnenen Schergen. Birgit konzentrierte sich hingegen auf die friedvolle Kampagne und wollte die Stronghold 2-Welt mit Bauern statt Soldaten erobern.

Friedvoll? Mitnichten!

Wie der Vorgänger offenbart uns Stronghold 2 eine Mischung aus Aufbauspiel und Wirtschaftssimulation. Wer mag, kann in der kriegerischen Kampagne die Echtzeitstrategie als dritten Part hinzufügen. Wer keine Schwerter und Äxte schwingen will, muss dies aber nicht zwangsläufig - die friedvolle Kampagne offenbart scheinbar dafür das richtige Pflaster. Denn Der Weg des Friedens konzentriert sich zunächst ausschliesslich auf den wirtschaftlichen Aufbaupart. Doch nach einer Weile müsst ihr euch dennoch einiger Halunken erwehren, die es auf eure prall gefüllte Schatzkammer abgesehen haben. Die vollkommene Freiheit von kriegerischer Auseinandersetzung ist daher nicht gegeben. Dennoch ist es empfehlenswert, sich zunächst mit dieser - nennen wir sie ab sofort friedlicheren - Kampagne zu beschäftigen. Denn nur wenn man die neuen Berufe und Gebäude optimal zu nutzen weiss, kann das komplexe Burgenleben optimal für die Errichtung einer Armee nutzen.

Am eigentlichen Spielprinzip ändert sich dabei nichts. Nach wie vor entstehen neue Gebäude ohne Bauanimationen und der Bau von neuen Häusern lässt sofort eure Bevölkerungsdichte anwachsen, sofern ihr über ausreichend Nahrungsmittel verfügt. Denn die Versorgung mit Lebensmitteln ist von enormer Bedeutung für eure Bevölkerung und hat massgeblichen Einfluss auf euer Ansehen bei den Bürgern. Doch mit dem Anbau von Apfelbäumen und Gemüsegärten, der Errichtung von Viehzuchten und Fischteichen sowie dem Anbau von Getreide oder Weintrauben ist für genügend Abwechslung auf dem Tisch gesorgt. Frisch gestärkt gehen eure Arbeiter dann auch gerne an die Rohstoffproduktion, um die Vorratskammer zu füllen. Zwölf verschiedene Produkte werden gelagert, wobei darunter auch verarbeitete Materialien wie Pech, Mehl, Wolle oder Kerzen zählen.

Stronghold 2
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

Stronghold-2


Stronghold-2


Stronghold-2


Stronghold-2


Markus Grunow am 12 Mai 2005 @ 19:35
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen