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Stronghold Crusader 2: Review

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Die letzten Titel mit dem Namen Stronghold, die wir getestet haben, waren durch die Bank herbe Enttäuschungen. Dabei reden wir jetzt aber nicht von möglicherweise überzogenen Erwartungshaltungen, die nicht erfüllt wurden, oder von kleineren Fehlern, die bei der Veröffentlichung für Ärger sorgten.Nein, diese Titel waren allesamt mies programmiert und konnten selbst nach einigen Patches nicht annähernd die Spielfreude bereiten, die man von einem Strategietitel erwarten dürfte. Speziell Stronghold 3 fiel da negativ auf und bekam von uns lediglich 4.5 von 10 Punkten. Und wenn wir ganz ehrlich sind, war da mindestens ein halbes Pünktchen Fanliebe mit dabei. Entsprechend vorsichtig und gänzlich ohne positive Grundstimmung gingen wir daher an den Test zu Stronghold Crusader 2 heran.

Brennend heisser Wüstensand ...

Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um wieder voranzukommen. So etwas Ähnliches muss sich das Firefly-Team gedacht haben, als es begann, am neuen Titel zu arbeiten. Denn statt zeitgemässer oder gar spektakulärer 3D-Grafik bekommt ihr den Wüstenstaub förmlich noch eine Spur staubtrockener ins Gesicht gepustet, als gedacht. Der Fokus lag in der Stronghold-Reihe noch nie auf Top-Optik, doch dieses Mal müsst ihr schon zu einigen Abstrichen bereit sein. Das gilt aber nicht nur für die unschönen Texturen, die selbst eine Wüste noch matschig wirken lassen, sondern bedauerlicherweise auch für die Detailfülle. Die Gebäude sahen selbst im Erstlingswerk noch besser aus und hatten stellenweise sehr schicke Animationen zu bieten. Dem Burgleben fehlt es diesmal hauptsächlich an Kleinigkeiten, die zwar nicht grundlegend wichtig für das Gameplay sind, aber das Herz eines Burgherren doch stets erwärmen. Gleichermassen muss man das auch über die Soundkulisse sagen, denn wenn man sich das vor satten zwölf Jahren erschienene Stronghold Crusader noch einmal zu Gemüte führt, stellt man fest, dass es erheblich mehr Klang-Feedback bei den Arbeitern und deren jeweiligen Tätigkeiten gibt.


Der Ablauf im Sandkastenmodus ist - und das kommt wenig überraschend - nicht verändert worden. Auch diesmal fangt ihr zunächst an, eure Wirtschaft in Schwung zu bringen, erschafft nach und nach mehr Soldaten, bevor ihr euch um den eigentlichen Burgenbau und eventuelle Eroberungen kümmert. Etwas zu viel Fokus liegt auf der Ressource Holz. Da braucht es schon einige Holzfällerlager, bevor das Spiel in Schwung gerät. Gut, auch in früheren Stronghold-Teilen war dies der Fall, aber nun kommt dieser Ressource noch mehr Bedeutung zu. Und das ausgerechnet in der eigentlich so kargen Landschaft. Das eigentliche Spielgefühl ist aber das gleiche wie im zwölf Jahre alten Vorgänger, trotz der nun integrierten 3D-Grafik. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein. Sieht man es negativ, hat man es nur mit einer spielerisch leicht modifizierten Neuauflage des Klassikers zu tun. Sieht man es positiv, ist es aber auch genau das, zumindest wenn man - wie wir - zunächst nicht viel erwartet hat.

Stronghold Crusader 2
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Markus Grunow

Stronghold-Crusader-2


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Markus Grunow am 02 Nov 2014 @ 21:13
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