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Sunrise - The Game: Review

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Habt ihr die Einbahnstrassen bei den Adventures heutzutage satt? Wollt ihr Problemstellungen unterschiedlich angehen können? Dann könnte das Erstlingswerk von den TML Studios das richtige Spiel für euch sein. Und ausserdem hört man doch immer, gute Adventures kämen künftig aus dem Osten. Nun, der Sitz der Entwickler ist in Erfurt. Ist das Spiel nun ein optischer Genuss wie die Wartburg, oder gar lecker wie die Thüringer Bratwurst?

Löblich, löblich, löblich, was das Team sich da vorgenommen hatte. Sunrise würde kein typisches Adventure werden, hatten sie vor geraumer Zeit bereits verkündet. Nun, ein paar Stunden nach dem Test dürfen wir mit Fug und Recht behaupten: Sunrise hat alles, was ein normales Adventure ausmacht, auch ein paar der üblichen Macken. Es ist eben schwer, ein Genre komplett neu zu erfinden. Und doch sind ein paar Ideen im Spiel enthalten, die Erwähnung finden sollten, gehören sie doch zumindest nicht zum allgemeinen Standard üblicher Point'n & Click-Adventures. Die angekündigte Revolution ist Sunrise aber bei weitem nicht geworden.

Die Geschichte des Spiels ist durchaus erlebenswert. Drei Freunde erfahren nach einem Beam-Experiment ihr blaues Wunder. Statt eine Vase von einem Ort zum anderen zu transportieren, geht der Versuch gründlich in die Hose und die drei finden sich offenbar in einer Art Parallelwelt wieder. Denn ihre Heimat, die Metropole New York, ist wie ausgestorben. Ihr übernehmt die Kontrolle über Rydec, einen der drei experimentierfreudigen Jungs, und versucht herauszufinden, warum ihr in dieser menschenleeren Grossstadt gelandet seid. Bereits nach kurzer Weile werdet ihr feststellen, dass auch die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Alles sehr verwirrend!

Volles Inventar? Fehlanzeige!

Da trifft es sich nur allzu gut, dass euch das Adventure hinsichtlich der Handhabung nicht mehr allzu viel Gehirnschmalz abverlangt. Der stets schlendernde Held kann nicht rennen, ein Doppelklick auf einen Ausgang lässt euch aber dennoch rasch die Bildschirme wechseln. Die Hotspot-Anzeige jedoch ist fehlerhaft und zeigt euch nicht alle Ausgänge sowie interaktiven Objekte an. Angst vor einem überfüllten Inventar braucht ihr nicht zu haben. Denn einsammeln könnt ihr die Gegenstände erst, wenn ihr sie auch tatsächlich benötigt.

Sunrise - The Game Bild

Das mag ein nett gemeinter Schachzug der Entwickler sein, um die Übersichtlichkeit zu wahren. Doch im Spiel stellt es sich als nervige Designentscheidung heraus, weil ihr dauernd die gleichen Orte abklappern müsst, um zu sehen, ob ihr jetzt beispielsweise endlich etwas in der schon fünfmal angeklickten Schublade finden könnt, weil ihr ja jetzt endlich wisst, dass sich etwas darin befindet. So ein hanebüchener und spielerischer Unsinn! Letztlich wird dadurch nur die Spieldauer etwas gestreckt. Warum durften wir den Gegenstand nicht schon vorab mitnehmen? Da hat man doch lieber die Tasche etwas voller, aber muss sich nicht die Hacken wundlaufen.

Sunrise - The Game
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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 15 Feb 2008 @ 06:42
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