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Sword of the Stars II - Lords of Winter: Review

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Mit Sword of the Stars II - Lords of Winter wollten die kanadischen Entwickler von Kerberos das totgesagte Genre der 4X-Weltallstrategiespiele wiederbeleben. Und dabei stolpern sie über ihre eigenen Ansprüche. Den Grund erfahrt ihr in unserem Test.

Geschichte wiederholt sich

Man hätte ein wenig skeptisch werden können, als man die ersten Interviews mit Kerberos-CEO Martin Cirulis gelesen hat. Das 4X-Genre retten, am Klassiker Master of Orion anknüpfen und gleichermassen Science-Fiction wiederbeleben. Nun sind hohe Ziele grundsätzlich nichts Schlimmes. Doch bereits der erste Teil, Sword of the Stars, konnte bei Erscheinen nicht wirklich überzeugen. Und so ist es leider auch beim zweiten Teil. Doch zunächst wollen wir uns der Katastrophe Schritt für Schritt nähern.

4X? Was ist das?

In einer nicht allzu fernen Zeit, die die etwas älteren Leser gerne mal als "die gute alte Zeit" bezeichnen, gab es vor allem zwei grosse Spielegenres: Adventures und Rundenstrategie. Insbesondere letztgenannte Kategorie fesselte viele Spieler für Wochen, ja, Monate an den Bildschirm. Vertreter wie Civilization und vor allem Master of Orion 2 bringen auch heute noch viele Fans zum Weinen. Während die Civilization-Serie noch immer populär ist und weiterentwickelt wird, ist mit dem unterirdischen Master of Orion 3 gleich ein gesamtes Thema ausgestorben: der Weltraum. Zugegeben, in den letzten Jahren gab es immer wieder mal gute bis sehr gute Vertreter der Weltallstrategie, doch einen echten Blockbuster gab es nicht mehr.

In 4X-Spielen müsst ihr die Weltkarte erkunden, erobern, ausbeuten, und in letzter Instanz natürlich alle Konkurrenten ausschalten. Dadurch ergeben sich die vier X, die eben für explore, expand, exploit und exterminate stehen. Sword of the Stars II macht hier keine Ausnahme. Auch hier übernehmt ihr die Geschicke eines Volkes und leitet es bis zur Alleinherrschaft über die Galaxie. Dabei müsst ihr Systeme entdecken, Planeten kolonisieren, jede Menge Forschung betreiben, und natürlich gegen gegnerische Rassen kämpfen. Dass es dabei mehr Probleme zu lösen gibt, als man zu Beginn annimmt, ist fast schon selbstverständlich. Aber genug des Vorgeplänkels: Was ist mit dem Spiel?

Katastrophaler Launch

Die Ambitionen sind hoch, doch die Mittel waren nicht da. Und damit haben wir bereits das grösste Problem von Sword of the Stars II angeschnitten. Der zweite Teil der Serie reiht sich in die unehrenhafte Riege der katastrophalen Veröffentlichungen der Spielegeschichte ein. Bundesliga Manager 97, Outpost, Anstoss 3, Gothic 3, und nun Sword of the Stars II. Alle Spiele verbindet ein Manko: zu wenig Zeit, zu viel Druck. Und so erscheint das vorliegende Strategiespiel unfertig und fehlerhaft. Ein fehlendes beziehungsweise ausgegrautes Optionsmenü ist dabei nur die Spitze des Eisberges. In fast jedem Menü gibt es mindestens einen Knopf, der nichts auslöst oder lediglich einen Fehler produziert. Aufrufe nicht vorhandener Methoden, Datenbankinkonsistenzen, oder einfach nur fehlende Informationen. Stetig wird man auf den Desktop zurückgeworfen, man findet alle drei Minuten eine fehlende Funktion, und bei vielen Elementen ist man sich gar nicht erst sicher, ob die überhaupt einen Einfluss haben.

Sword of the Stars II -  Lords of Winter
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Patrik Nordsiek

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Patrik Nordsiek am 05 Dez 2011 @ 09:58
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