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The Elder Scrolls IV - Shivering Isles: Review

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Das ist doch der Wahnsinn: ein durchgeknallter Herrscher ruft euch auf den Plan, um in seinem Reich für Recht und Ord ... nein, nicht für Ordnung zu sorgen. Denn die gilt es zu bekämpfen.

Angeblich steht mit den Shivering Isles (zu Deutsch "Zitternde Inseln") das erste richtige und auch das letzte Add-on zu The Elder Scrolls IV: Oblivion ins Haus. Beim ersten Add-on, Knights of the Nine, handelte es sich praktisch um eine Mini-Erweiterung, die den Spielspass nur um wenige Stunden erweiterte und für den deutschen Markt mit einem Preis von über 20 Euro deutlich überteuert war. Nun wird alles gut, denn die Shivering Isles ermöglichen einen fantastischen Inseltrip, der das Hauptspiel noch einmal rund um ein Drittel erweitert.

Der ganz normale Wahnsinn

Den Zugang zu den Shivering Isles bildet ein Portal. Wer einmal durchgehüpft ist, will am liebsten gar nicht mehr zurück. Denn im Vergleich mit den Shivering Isles wirkt das gewöhnliche Oblivion fast zu langweilig normal. Herrscher über das Reich ist ein gewisser Sheogorath. Nicht unbedingt ein böser Mann, wohl aber zunächst ein ziemlich aussergewöhnlicher und lustiger Mensch. Sheogorath redet nämlich eine ganze Menge wirres Zeug. Wie so fast jeder Bewohner der Shivering Isles, dem Reich des Wahnsinns. Bloss nicht wundern, wenn Passanten frische Äste ohne Blätter verkaufen möchten. Oder die wehleidige Kränkel Klara zwar seit eh und je den Tod vor Augen hat, dann aber doch längst nicht gestorben ist.

Aufgeteilt sind die Shivering Isles in die Bereiche Dementia, dem Land der Depression und der Ängste, und Mania, dem Zufluchtsort für den echten Wahnsinn. Für drei bis fünf ausgedehnte Spielabende werden diese Örtlichkeiten euer neues Zuhause sein, denn so lange braucht der geübte Spieler zum Durchspielen. Dabei liest sich die Hintergrundgeschichte ganz schön spannend: Das Reich Sheogoraths wird alle tausend Jahre vom so genannten "Grauen Marsch" heimgesucht. Den bilden die Ritter der Ordnung, unter der Führerschaft eines Wesens namens Jyggalad. Beim Einmarsch haut der Graue Marsch alles kurz und klein, so dass Sheogorath die nächsten tausend Jahre wieder damit verbringen kann, sein Reich neu aufzubauen. Davon hat der Gute mittlerweile die Schnauze gestrichen voll und deshalb kommt ihr zum Zug. Ihr sollt den Grauen Marsch davon abhalten, die Shivering Isles zu zerstören. Einige interessante Wendungen inklusive.

Optisch unterscheiden sich die beiden Abschnitte der Shivering Isles etwas voneinander. Klar, Dementia wirkt etwas lebloser, kälter und natürlich depressiv. Knorriges Geäst säumt den Horizont der hügeligen Landschaft, auf einer Basis aus Sümpfen und totem Gestrüpp. Wohingegen Mania ein wenig bunter ausschaut. Lauft ihr vorbei an riesigen Pilzen, und lasst euch die Umstände noch einmal durch den Kopf gehen, werden Erinnerungen an American McGee's Alice wach. Der Klassiker hatte eine ähnliche Anmutung - und die Bewohner waren nicht weniger verrückt.

The Elder Scrolls IV - Shivering Isles
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Thomas Richter

The-Elder-Scrolls-IV---Shivering-Isles


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Thomas Richter am 15 Apr 2007 @ 16:53
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