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The Fall - Mutant City: Review

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The Fall - Mutant City war ursprünglich als Erweiterung zum Endzeitrollenspiel The Fall - Last Days of Gaia geplant, ist aber nie fertig geworden. Und weil unveröffentlichte Spiele keinen Gewinn abwerfen, haben die Entwickler den Prototypen nach sieben Jahren kurzerhand aus der Schublade gefischt, ein paar alte Magazinwertungen des Originals draufgepappt und noch mal kräftig die Marketing-Trommel gerührt. Am Ergebnis ändert das jedoch wenig: Mutant City ist von spielerischer Unterhaltung immer noch weiter entfernt als Guttenberg vom Kanzleramt und hat als "offizieller Nachfolger zum Hit" (Zitat auf der Verpackung) nicht einmal den Umfang eines Zusatzpakets.

Mutant City stellt einen Rekord auf

Wären wir Redakteure von GBase keine Spielekritiker, sondern Spielepolizisten, müssten wir The Fall - Mutant City beschlagnahmen. Was uns hier als lang ersehnte Fortsetzung zu The Fall untergejubelt werden soll, grenzt an blankem Etikettenschwindel. Zum Vergleich: Last Days of Gaia war ein solides Endzeitrollenspiel, Mutant City ist hingegen ein klassisches Point 'n' Click-Adventure. Schon da dürften Fans die Stirn runzeln, man legt ja auch nicht ein bekanntes Strategiespiel als Ego-Shooter neu auf. Und selbst wenn, dürfte man nicht einfach "Nachfolger" draufschreiben, sondern lediglich den "Syndicate"-Sticker zücken.

Aber Spass beiseite, die Realität ist einfach zu traurig. Allein die Installation von Mutant City dauert fast so lange wie das eigentliche Spiel; im Test rollten bereits nach eineinhalb Stunden die Credits über den Bildschirm. Ein Rekord im Genre! Und ein Witz für die Fortsetzung eines Rollenspiels. Daher können wir euch nur warnen: Ihr solltet Mutant City lieber nicht spielen. Falls doch, dann bitte im Spielegeschäft keinen Schreck bekommen, denn wenn man dort auf das 20 Euro-Preisschild guckt, flutschen einem endgültig die Augen aus den Höhlen.

The Fall - Mutant City Bild
Die Gemeinsamkeiten von Last Days of Gaia und Mutant City erschöpfen sich bereits im postapokalyptischen Setting. Demnach spielt das Pseudosequel über 50 Jahre in der Zukunft, wo die Menschen längst das Geheimnis der Quantenphysik enträtselt und fremde Planeten bevölkert haben. Die Bevölkerungsschichten brechen immer mehr auseinander - zwischen Schrotthaufen und ehemaligen Farbikanlagen ringen Menschen und Mutanten um die eigene Existenz. So jedenfalls steht's auf dem Faltzettel der Spieleverpackung, im eigentlichen Abenteuer bekommen wir davon nichts mit.


The Fall - Mutant City
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Mirco Kaempfer

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Mirco Kaempfer am 27 Jan 2012 @ 17:22
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