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The Inner World: Review

  Personal Computer 

Eine Spieleschmiede aus Ludwigsburg liefert mit The Inner World ihr erstes grosses Adventure ab. Ein märchenhaftes, humorvolles Abenteuer, das leider an einigen Spielfehlern krankt. Ob wir trotzdem eine Kaufempfehlung für das Spiel von Studio Fizbin aussprechen, klärt unser Testbericht.

Die Unruhe nach dem Sturm

The Inner World spielt in einer Fantasiewelt, die vom Aufbau und der Physik her am ehesten der umstrittenen Innenwelttheorie entspricht. Das unterirdische, düstere Asposien wird von so genannten Windbrunnen mit Atemluft versorgt, die eines Tages zum Grossteil ausfallen. Windmönch Conroy macht das sündenvolle Leben der Asposier dafür verantwortlich, das den Zorn von drachenähnlichen Windgöttern entfacht habe. Nicht nur die Luft wird knapp, denn zu allem Überfluss greifen die Flugkreaturen die Städte an und versteinern Bewohner.

Spielheld Robert, der von Kind an als Novize unter Conroy dient, ahnt von dem ganzen Übel noch nicht viel. Ihm ist die Welt da draussen grösstenteils fremd, verlässt er doch Conroys Burggemäuer so gut wie nie. Das ändert sich, als eine diebische Taube in den Hauptsaal eindringt, ein wertvolles Amulett stiehlt und durch den Müllentsorgungskanal verschwindet. Robert nimmt die Verfolgung auf und erfährt wenig später, dass das Federvieh einer vermeintlichen Diebin namens Laura gehört, die mit dem Schmuckstück eigene hehre Ziele verfolgt und zeitweise auch von uns gesteuert wird. Unvermittelt schliesst sich Robert der jungen Frau an und geht nebenbei den Ursachen der ausgefallenen Windbrunnen auf die Spur. Das Schicksal Asposiens liegt in seinen Händen.

Mit seiner naiv-weltfremden Art treibt Robert im Verlauf des hübsch gezeichneten Abenteuers Sündenautomaten, Wachpersonal und sogar zwielichtige Händler in den Wahnsinn. Mit Sprichwörtern, Floskeln und Umgangssprache kann er nichts anfangen. Wie ein kleines Kind hinterfragt er noch so unbedeutende Details und legt jedes Wort auf die Goldwaage. Dabei bleibt er allerdings stets seiner sympathischen, überaus freundlichen Natur treu. Wie passend, dass man Synchronsprecher Nils Weyland mit der Vertonung Roberts betraut hat, könnte seine Stimme doch glatt aus einer Wissenssendung für Kinder stammen. Generell macht es Spass, den Dialogen mit den meist skurrilen Charakteren zu lauschen, kommen doch durch die Bank erfahrene Sprecher zum Einsatz. Und obwohl die Mundbewegungen der Figuren nur aus einer Endlosanimation bestehen, wohnt der deutschen Sprachausgabe ein Hauch Lippensynchronität inne.

Rätsel? Logisch!

Die Steuerung von Robert und Laura geht genretypisch leicht von der Hand. Ein Klick auf einen Hotspot öffnet ein Menü, das aus bis zu zwei Symbolen besteht. Ein weiterer Klick lässt uns Gegenstände untersuchen, verwenden und aufnehmen beziehungsweise Personen anschauen und ansprechen. Das Inventar befindet sich am unteren Bildschirmrand und wird bei Bedarf automatisch ausgefahren, was auch mal versehentlich beim Absuchen der Umgebung geschehen kann. Via Drap & Drop kombinieren wir Gegenstände miteinander oder reichen sie an andere Wesen Asposiens weiter. Sehr komfortabel. Nervig hingegen ist das extrem gemächliche Lauftempo der Protagonisten, das gerade bei längeren Strecken zur Geduldsprobe werden kann. Ein sofortiges Verlassen von Arealen via Doppelklick auf einen Ausgang ist auch nicht möglich.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 27 Jul 2013 @ 12:33
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