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The Last Remnant: Review

  Personal Computer 

Eher selten hatten PC-Zocker die Ehre, einen Square Enix-Titel auf ihrem Rechner spielen zu dürfen. Zuletzt erschien im Jahr 2004 mit Final Fantasy XI ein PC-Online-Rollenspiel des Herstellers, noch länger liegt gar das letzte Solorollenspiel zurück. The Last Remnant ist also nach langer Zeit mal wieder ein Versuch seitens Square Enix, den PC-Markt zu bereichern. Mit Erfolg?

Geschwisterliebe

Die Geschwister Rush und Irina Sykes wachsen wohlbehütet und friedlich im Grünen auf. Alles könnte perfekt sein, würden sie nicht ihre Eltern vermissen, die als Wissenschaftler an der Landesakademie Artefakte magischen Ursprungs erforschen. Eines Tages lässt ein dunkler Magier Irina entführen. Was will er damit bezwecken? Die Eltern erpressen und Zugang zu wertvollen Artefaktinformationen erhalten? Oder ist gar Irina selbst ein Quell der Macht? Rush ist die Frage nach dem Warum erst mal egal und macht sich sofort auf die Suche nach seiner Schwester.

Im Verlauf des epischen Abenteuers findet Rush Freunde und Verbündete, darunter den jungen Lord David, der über die Stadt Athlum herrscht und nicht ganz uneigennützig seine Hilfe anbietet. Ihm ist der mysteriöse Magier, der Rushs Schwester entführt hat, nämlich selbst ein Dorn im Auge. Ausserdem hat er diverse Gruppierungen im Nacken, welche die Abschaffung der Artefakte fordern. Sie sind der Meinung, dass durch die Artefakte ein gefährliches Ungleichgewicht zwischen Herrschern und Untertanen entstanden ist.

So gerät Rush also zwischen die Fronten vieler starker Parteien und wird zum Spielball der Mächte. Zwischensequenzen in Spielgrafik treiben das Geschehen regelmässig voran. Dabei werden Emotionen der Charaktere so glaubwürdig animiert präsentiert, dass sich The Last Remnant in dieser Hinsicht nicht mal vor Mass Effect verstecken braucht. Schade eigentlich, dass die gute Sprachausgabe - wahlweise japanisch oder englisch - nur in den Filmszenen zum Tragen kommt. Dialoge im Spiel selbst sind nämlich nicht vertont worden, liegen also nur in Form von deutschen Texten vor.

Irina liess während ihrer Entführung einen Talisman zurück, dem extreme Kräfte innewohnen. Zwar kann Rush diese Macht anfangs nicht bewusst entfesseln, doch in brenzligen Situationen immer wieder mal darauf zurückgreifen. Dann teilt er mächtige Faustschlagkombos aus oder steht unter einem magischen Schutz. Bevor es zu rundenbasierten Stelldicheins mit bösen Kreaturen kommt, erkundet man zu Fuss und in Echtzeit die umfangreiche Spielwelt. Prachtvolle Städte mit Fussgängern, Wachen und Händlern; düstere Höhlen mit Riesenspinnen; weitläufige Katakomben mit zwergischen Kämpfern und karge Steppen- und Wüstenlandschaften mit Riesenfliegen, Reptilien und Raubtieren stehen auf dem Sightseeing-Programm.

Square Enix sei Dank gibt es keine Zufallsbegegnungen, stattdessen sieht man sämtliche potenzielle Gefahren im Voraus, kann sie auf Wunsch umgehen oder sich ihnen im Zeitlupenmodus nähern und gezielt Gegner nach Gutdünken markieren, um sie danach in ein Gefecht zu involvieren. Um Laufwege möglichst kurz zu halten, reist man fix via Stadt- oder Weltkarte zwischen bereits entdeckten Orten hin und her.

The Last Remnant
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 29 Apr 2009 @ 00:01
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