GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

The Stalin Subway 2 - Red Veil: Review

  Personal Computer 

Warum werden schlechte Spiele eigentlich fortgesetzt? Hat es sich manch ein Hersteller zur Aufgabe gemacht, die Zockergemeinde zu quälen? Geben grössere Firmen regelmässig und heimlich miese Projekte in Auftrag, damit die Käufer gute Spiele schätzen lernen? Oder können von qualitativ unterdurchschnittlichen Titeln tatsächlich lohnenswerte Mengen abgesetzt werden, so dass sich Fortsetzungen rechnen? Wie auch immer: Mit Stalin Subway 2: Red Veil ist es wieder einmal geschehen. Ein mit 4.5 Punkten im Jahre 2005 abgestrafter Vorgänger wurde fortgesetzt.

Tödliche Spielbalance

Als Kampfweib Lena müsst ihr euch auf die Suche nach eurem verschollenen Ehemann, dem Helden aus dem ersten Teil, begeben. Dumm nur, dass euch sowjetische Verschwörer auf den Fersen sind, die nach Stalins Tod die Machtfäden an sich reissen wollen. Schon der erste Abschnitt des Ego-Shooters sorgte beim Testen für ungläubiges Kopfschütteln. Die Zimmertür geht auf, zwei hässlich modellierte Soldaten, die leblos wie Schaufensterpuppen wirken, erscheinen auf der Türschwelle und ballern los. Selbst mit schnellen Reaktionen werdet ihr es auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nicht ohne erhebliche Verletzungen schaffen, die beiden Typen ins Jenseits zu befördern. Mit weit unter 50 Prozent Lebenskraft heisst es nun, aus dem Gebäude zu fliehen. Das Problem: Die nächsten beiden Gegner auf dem Flur werden dafür sorgen, dass ihr die Räumlichkeiten in einem Sarg verlasst.

Unglaublich, aber wahr: Schon auf mittlerer Schwierigkeitsstufe sind die Standardgegner dermassen stark, dass ihr es nur mit Mühe aus dem Anfangsstockwerk herausschaffen dürftet. Dies ist in erster Linie der fehlenden Lehnfunktion zu verdanken. Allerdings verfügt Lena auch sonst über keine herausragenden Kampfeigenschaften. Solltet ihr also keine Valiumabhängigkeit riskieren wollen, empfehlen wir dringend, von Beginn an den leichtesten Schwierigkeitsgrad zu wählen. Doch selbst dann werdet ihr die meiste Zeit mit maximal 30 Lebenspunkten durch die verwinkelten, überaus hässlich und repetitiv texturierten Levels irren.

Einen unfreiwillig komischen Charme versprühen vereinzelte Skriptszenen, die sich entweder ständig wiederholen oder euch unvermittelt in den Tod schicken. So seht ihr nicht nur einmal einen Soldaten mies animiert vom Dach stürzen. Und Plattformen, die herunterkrachen, wenn ihr sie gerade mal betreten habt, verdienen auch keinen Spiel-Oscar. Immerhin dachten die Entwickler daran, hier und da Minirätsel zu integrieren. Allerdings welche von der abgenutzten Sorte. Oder wie oft musstest ihr schon ein Rohrleck umgehen, aus dem gefährlicher Wasserdampf strömt? Richtig, zu oft!

The Stalin Subway 2 - Red Veil
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

The-Stalin-Subway-2---Red-Veil


The-Stalin-Subway-2---Red-Veil


The-Stalin-Subway-2---Red-Veil


The-Stalin-Subway-2---Red-Veil


Daniel Boll am 22 Jan 2008 @ 14:50
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen