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Theseus - Return of the Hero: Review

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In der griechischen Mythologie gab es einst den König Theseus. Der war von edler Gestalt, erschlug heldenhaft böse Monster und Räuber und er regierte über Athen mit göttlicher Weisheit. CDVs Retro-Shooter Theseus nimmt's mit der Mythologie nicht so genau und macht sich offensichtlich einen Spass aus dem einstigen Helden.

Theseus - Return of the Hero setzt die Actionserie Alien Shooter fort. Keine Bange, eines der Vorgängerspiele müsst ihr nicht unbedingt kennen, um Theseus zu verstehen. Ich kenne sie zugegebenermassen auch nicht. Es ist wohl auch besser, einfach gar nichts mehr zu verstehen, IQ und Anspruch auf ein Minimum zu drosseln, und sich einzubilden, man wäre eine emotionslose Killermaschine. Paart man Serious Sam mit der Idee, auch mit zweidimensionaler Retro-2D-Grafik ein akzeptables Ballerspiel auf die Beine stellen zu können, kommt Theseus dabei heraus. Weder Spiel noch der glatzköpfige Superheld des Spiels haben auch nur ansatzweise etwas mit der griechischen Mythologie zu tun, in der Theseus König Athens und Bezwinger des Minotaurus war. CDV hat ein Ei gelegt, klein und handlich und günstig in der Anschaffung. Leider mit seinen zehn Missionen sehr fix durchgebraten.

Heute gibt's Gemetzeltes

Manchmal bedarf es keiner guten Geschichte, um ein Spiel trotzdem überzeugend zu machen. Eine angenehme moderne Grafik, ein ausgefeilter Mehrspieler-Modus - das sind die Zutaten für den Hit-Shooter. Mit der modernen Grafik hat's Theseus nicht so. Mehrspielermodus? Fehlanzeige. Die Story ist in zwei Sätzen erzählt: Unglaublich viele (bewaffnete) Aliens stürmen die Erde. Theseus (auch bewaffnet) macht die Aliens platt. Fertig. Warum sich auch die Mühe machen und dem Spiel eine Story aufschrauben? Denn eigentlich geht's auch nur darum, tonnenweise fremdartige Viecher dem Erdboden gleich zu machen. In zehn Missionen, wie gesagt. Auf der Verpackung steht zwar "10 umfangreiche Missionen", aber das ist schlichtweg genauso übertrieben wie das Spiel selbst. Um sich seinen Angreifern zu entledigen, macht sich der muskelbepackte Theseus sechs Waffen zunutze. Davon sind nur die Pistolen unbegrenzt einsetzbar. Alle anderen Waffen müssen stets mit Munition aufgeladen werden. Die findet ihr auf den Fleischklumpen zerlegter Aliens, in Fässern und Truhen oder auch in den Mägen verstorbener Kühe. Die armen Dinger sind von den Aliens längst gekillt worden und liegen verwesend auf den Feldern. Ein paar Treffer und die Tiere geben zerberstend den Inhalt frei. Eklig.

Mehr Spass macht die Ballerei mit Schrotflinte, Maschinengewehr, Granaten- und Raketenwerfer oder einer Laserwaffe. Die forsche Bewaffnung macht vor allem in den späteren Spielstufen Sinn. Etwa dann, wenn ungefähr 200 bis 300 Monster auf einmal auf den armen Theseus losgehen. Das sind so viele Viecher, dass die eigene Spielfigur in einem Wust aus Monstern, Explosionen und Fleischklumpen gar nicht mehr zu erkennen ist. Ist eine Angriffswelle zerhackt, rollt auch schon gleich die nächste an. Theseus ist nichts für schwache Nerven, sondern für Action-Puristen. Spieler mit Stahlseilen im Triggerfinger sind gut beraten. Eigentlich macht ihr nichts anderes, als stets zu feuern und der Figur die Laufrichtung vorzugeben. Darüber hinaus bietet das Spiel aber kaum brauchbares Spielmaterial. Immerhin: Wer in den Spielstufen genügend Kohle zusammen sammelt, darf sich neben Waffen und Munition auch Implantate und weitere Utensilien kaufen, die Theseus stärker, schneller oder robuster machen. Praktisch sind auch Taschenlampen oder Erste-Hilfe-Koffer. Von denen liegen zwar Unmengen in der Spielwelt verstreut, doch sind die Aliens derartig in der Überzahl, dass jedes Extraleben purer Luxus ist.

Theseus - Return of the Hero
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 08 Feb 2006 @ 19:07
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