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Tomb Raider - Legend: Review

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Eine Ikone der Videospiel-Geschichte kehrt auf den Bildschirm zurück. Erstmals von Crystal Dynamics entwickelt, wagt sich Cyber-Archäologin Lara Croft nach einer kreativen Pause zum siebten Mal in ein spannendes Abenteuer. Dabei wird die sexy Britin ungewohnt stark mit ihrer Vergangenheit und der ihrer Eltern konfrontiert. Von grösserem Interesse auf Seiten des Spielers dürfte hingegen, zumindest anfangs, die Frage sein, ob Lara Croft mit Tomb Raider - Legend endlich wieder zu alter Klasse zurückgefunden hat. Wir haben Lara durch ihr neues Abenteuer begleitet und geben eine klare Antwort.


Neuanfang in schwindelerregender Höhe

Vergessen wir mal die Story-Wirren der Tomb Raider-Teile vier bis sechs, ignorieren wir Laras augenscheinlichen Tod in Ägypten, ihre mysteriöse Rettung und ihr gleichsam düsteres wie misslungenes Abenteuer in Paris, als sie eines Mordes bezichtigt wurde. Zu Beginn von Tomb Raider Legend sehen wir Lara so, wie wir sie kennen und lieben: in knappen Pants ungesichert an einer bolivianischen Klippe, mehrere hundert Meter über dem Erdboden kraxelnd. Während der spektakulären Manöver in der Introsequenz haut Lara ihren männlichen Sidekicks Zip und Allister, die via Headset aus Croft Manor zugeschalten sind, freche Sprüche um die Ohren. Ja, Lara, so wollten wir dich wieder haben.

Der erste Level auf einem Hochplateau in Bolivien verrät nicht nur erste Bruchstücke der recht clever erzählten Geschichte, sondern konfrontiert Lara auch gleich mit ihrem Widersacher Rutland und einigen Ungereimtheiten bezüglich des Todes ihrer Mutter und der letzten Arbeit ihres Vaters. Mehr als in jedem anderen Teil der Serie geht es also nicht nur um ein verschollenes Artefakt, sondern auch um Laras Vergangenheit, inklusive des Flugzeugabsturzes, den Lara als Kind überlebte.
Gleichzeitig dient das Opening in Bolivien auch als Tutorial, in dem der Spieler sich in Ruhe mit der neuen Steuerung vertraut machen kann und Laras Manöver und Bewegungsrepertoire erstmals erkunden darf.

Bleihaltiges Potpourri

Bereits nach der ersten halben Spielstunde wird schnell klar, dass Lara nicht nur permanent durch Höhlen und verwachsene Katakomben kraxelt, sondern auch recht häufig Gebrauch von ihrem Waffenarsenal machen muss. Neben ihren beiden Pistolen, die wie üblich unendlich Munition in sich bergen, kann Lara auch eine weitere Waffe sowie eine Handvoll Granaten mitführen. Dabei hat es die Croft eher seltener mit wildem Getier zu tun, sondern bevorzugt mit den Schergen des sonnenbrillentragenden Schurken Rutland eher menschliche Gegner. Die Gegner-KI stellt sich dabei recht dürftig an, Rutlands Gefolgsleute sind nicht sonderlich clever und laufen Lara meist recht unüberlegt ins Mündungsfeuer. Eher die Masse als die Klasse der Gegner kann in späteren Abschnitten für recht heisse Schiessereien sorgen.

Krabbeleien durch alte Tempelanlagen, Klettereinlagen an steilen Felswänden und Schiessereien mit recht dürftigen Hobbyschützen haben wir also bereits abgehakt. Nicht wegzudenken aus Tomb Raider sind natürlich die Rätsel. Hier haben sich die Entwickler viel Neues einfallen lassen, nicht selten machen die Rätsel dabei Gebrauch von der recht ordentlichen Physik, die ins Spiel eingebaut wurde. Neben klassischen Schalterrätseln oder Bodenschaltern, die mit Gewichten beschwert werden wollen, gibt es also auch kleinere Kopfnüsse, in denen Lara mittels einer Wippe Kisten umherschleudern muss oder sich mittels ihres neuen Magnethakens sonst unerreichbare Objekte angeln muss. Eben erwähnter Magnethaken sorgt dabei für frischen Wind im Spiel. Unüberquerbare Schluchten sowie riesige und unbewegliche Objekte sind nun kein Problem mehr für die Croft, da in solchen Situationen meist eine metallene Fläche in unmittelbarer Nähe ist, die durch den Einsatz dieses magnetischen Enterhakens des Rätsels Lösung ist.
Etwas unlogisch ist der Einsatz des Magnethakens lediglich im Tokio-Level. Warum Lara ihr magnetisches Spielzeug nur an bestimmten Stellen gebrauchen kann, obwohl sie von metallenen Konstrukten förmlich umzingelt ist, erscheint nicht ganz klar. Aber gut, Schwamm drüber.

Tomb Raider - Legend
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 14 Apr 2006 @ 08:07
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